Henning Pertiet, Henry Heggen und Micha Maass geben Jahresabschlusskonzert im Oytener Rathaussaal / Gemeinsame CD präsentiert

Als Solisten schon spitze – aber als Trio einfach genial

Pianist Henning Pertiet und Sänger Henry Heggen liefen im Oytener Rathaussaal zu Hochform auf.
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Pianist Henning Pertiet und Sänger Henry Heggen liefen im Oytener Rathaussaal zu Hochform auf.

Oyten - Ein Vorhang öffnete sich am Dienstagabend für das große Vor-Silvesterkonzert von Henning Pertiet im Oytener Rathaussaal nicht. Aber als der große Meister des Boogie-Woogie am Piano Platz nahm, herrschte sofort Club-Atmosphäre. Eine knappe Begrüßung der 75 Gäste wie unter alten Freunden genügte dem Verdener, und auch seine Mitstreiter Henry Heggen aus den USA und Micha Maass aus Berlin musste Pertiet nicht lange vorstellen – sie sind in der Musikszene hinreichend bekannt.

Im Gepäck hatte das spielfreudige Trio Stücke von seiner brandneuen gemeinsamen CD „b. live“ mit lupenreinem Blues, Boogie-Woogie und Rhythm & Blues, die selbst eingefleischte Fans noch nicht kannten. Während Pertiet dafür das Piano in bekannter Manier zum Glühen brachte und mit beeindruckender Beinarbeit in spiegelblanken Lackschuhen den Takt hämmerte, ließ Henry Heggen seine Stimme ertönen. „Must have been Boogie“ oder „Walk with me“ sang er mit gefühlsbetontem Sound und griff zwischendurch zu einer der verschiedenen Harps, die auf dem Piano platziert waren. Die kleine Harmonika verschwand komplett in seinen Händen, während er ihr Töne entlockte, die den Blues offenbar neu erfunden haben. Zurückhaltender agierte Micha Maass, der als Tausendsassa unter den Drummern gilt. Ohne eine Miene zu verziehen, schlug er seine Becken, gab den Rhythmus an und lieferte so die Steilvorlagen für Pertiet und Heggen. Der 50-jähriger Musiker aus Berlin ist eine Größe in der Szene.

„Sunnyland Train“ oder „Can’t hold on much longer“ schien dem Publikum zu gefallen, es beklatschte jedes Stück großzügig und sparte auch nicht mit Zwischenapplaus. „Ich kenne Heggen von Auftritten im Bremer Stubu. Der hat wirklich was drauf und mit Pertiet und Maass ist er spitze“, raunte ein Fan. Der US-amerikanische Sänger und Harpspieler Heggen aus Jacksonville wird in diesem Jahr 60. 1976 kam er mit der Band „Have Mercy“ über London nach Hamburg. Die Leidenschaft und Intensität, mit der er auf der Bühne steht, brachte ihm den Spitznamen „Mr. Natural of the Blues“ ein.

Für Henning Pertiet war 2014 ein besonderes Jahr, ein Jubiläumsjahr. Seit 25 Jahren hat er sich dem Boogie-Woogie und dem Blues verschrieben, spielt aber auch frei improvisierte, bravouröse Orgelkonzerte. Ob als Solist oder mit anderen Musikern, ob in einer Kneipe, im Club oder vor großen Häusern, seine Musik reißt die Leute regelmäßig von den Stühlen.

kr

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