Holger Mindermann (35) folgt Thomas Weidenhöfer im Amt des Gemeindebrandmeisters

„Zu helfen hat mich immer begeistert“

Der neu gewählte Gemeindebrandmeister Holger Mindermann (links) löst zum 1. April Thomas Weidenhöfer (rechts) ab, der das Amt dann zwölf Jahre lang ausgefüllt hat. Beide Feuerwehrmänner gehören der Ortsfeuerwehr Bassen an. Foto: Woelki

Oyten / Bassen – Er ist der Neue. Und motiviert bis in die Haarspitzen: Am 1. April tritt Holger Mindermann (35) das Amt des Gemeindebrandmeisters in der Gemeinde Oyten an. Er folgt auf Thomas Weidenhöfer, dessen zweite sechsjährige Amtszeit Ende März ausläuft und der nach insgesamt zwölf Jahren als Chef der Gemeindefeuerwehr nicht wieder für das Amt kandidiert hat. Wie Weidenhöfer gehört auch sein Nachfolger Mindermann der Ortsfeuerwehr Bassen an.

In der Sitzung der Ortsbrandmeister und Stellvertreter der Ortsfeuerwehren Oyten und Bassen zur Benennung eines neuen Gemeindebrandmeisters hatte sich Holger Mindermann im November in geheimer Wahl gegen einen weiteren Bewerber durchgesetzt. Dieser Wahl folgte der Rat der Gemeinde Oyten im Dezember, als er Mindermann für die Dauer von sechs Jahren ab 1. April 2020 zum Gemeindebrandmeister ernannte und ihn für diese Aufgabe ins Ehrenbeamtenverhältnis berief.

Holger Mindermann trat vor 18 Jahren der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Bassen bei. „Damals kamen 13 Damen und Herren als Jugendliche auf einen Schlag zur Ortsfeuerwehr – einer davon war ich“, erzählt Holger Mindermann. Bereits sein Vater Hermann Mindermann engagierte sich in der Einsatzgruppe der Bassener Brandschützer und gehört inzwischen der Altersabteilung an.

Im Laufe der Jahre als aktiver Feuerwehrmann absolvierte der Bassener, der im Februar 36 Jahre alt wird und beruflich in der Finanzverwaltung der Stadt Achim tätig ist, viele Qualifikationslehrgänge bis hin zur Gruppen- und Zugführerausbildung. Inzwischen selbst Ausbilder, kümmert sich Mindermann in der Feuerwehr auf Gemeindeebene mit um die Schulung neuer Feuerwehranwärter und -anwärterinnen. Bereits seit 2004 startet er mit weiteren Aktiven in der Wettbewerbsgruppe für die Ortsfeuerwehr Bassen.

„Anderen zu helfen, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, und dazu die Kameradschaft in der Ortsfeuerwehr – das hat mich immer begeistert“, sagt Holger Mindermann, der seit 2013 neben Holger Ipach einer der beiden stellvertretenden Bassener Ortsbrandmeister ist. Diesen Posten gibt er in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bassen am 18. Januar allerdings ab: „Dann scheide ich als stellvertretender Ortsbrandmeister aus und die Mannschaft wählt meinen Nachfolger im Amt“, berichtet der künftige neue Gemeindebrandmeister.

Gut kann sich Holger Mindermann noch an seinen ersten Einsatz erinnern: „Das war damals ein Zimmerbrand in einer Gaststätte. Natürlich war man nervös.“ Auch die Erinnerung an den größten Feuerwehreinsatz der jüngeren Geschichte in der Gemeinde ist noch frisch: „2012 brannte die Diskothek Capitol in Oyten ab. Das war schon bitter, besonders weil man selbst dort oft Gast gewesen ist.“

Ab April trägt Holger Mindermann Verantwortung für die beiden Ortsfeuerwehren in der Gemeinde. Neue Herausforderungen stehen auch gleich an: „In diesem Jahr wird die Alarmierung im Kreisgebiet auf digitale Alarmierung umgestellt. Und wir in der Gemeinde Oyten starten damit als erste Kommune. Sämtliche Pläne müssen wir neu in das System einpflegen. Das wird aufwendig“, weiß der künftige Gemeindefeuerwehrchef. „Als zweites großes Thema“, so Mindermann, „beschäftigt uns die Einsatznachsorge und damit die Gesundheit der Helferinnen und Helfer, die immer stärker in den Fokus rückt.“ Etwa bei der Reinigung kontaminierter Einsatzkleidung.

Personell, materiell und räumlich mit zwei neuen Feuerwehrhäusern sowie im Bereich der Ausbildung sei die Gemeindefeuerwehr gut aufgestellt, unterstreicht Mindermann und lobt in diesem Zusammenhang die „sehr gute Zusammenarbeit mit der Oytener Gemeindeverwaltung“. Nachwuchsprobleme gebe es durch die beiden aktiven Jugendfeuerwehren in Oyten und Bassen ebenfalls nicht: „Deshalb ist momentan eine Kinderfeuerwehr in der Gemeinde auch kein Thema.“  woe

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