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Grundschule Sagehorn stellt Pläne für Pausenhof vor

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Von: Lisa Duncan

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So oder ähnlich könnte das Piratenschiff aussehen, das für den Pausenhof der Grundschule Sagehorn angedacht ist. Allerdings wünschen sich die Grundschüler eine Tunnelrutsche.
So oder ähnlich könnte das Piratenschiff aussehen, das für den Pausenhof der Grundschule Sagehorn angedacht ist. Allerdings wünschen sich die Grundschüler eine Tunnelrutsche. © -

Oyten – Ein Piratenschiff mit Tunnelrutsche, ein Amphitheater und eine Kletterwand – das wünschen sich Grundschüler, Eltern und Schulpersonal für das Außengelände der Sagehorner Grundschule. Nachdem der Um- und Erweiterungsbau für den Ganztagsbetrieb 2021 fertiggestellt wurde, fehlt der Bildungseinrichtung noch ein ansprechend gestalteter Schulhof.

„Die Spielgeräte sind deutlich abgenutzt. Bei Regen sind Teile des Schulhofs nicht nutzbar“, schilderte die stellvertretende Schulleiterin Maren Segelke den Mitgliedern des Schulausschusses des Oytener Gemeinderats am Montagabend. Der Pausenhof im jetzigen Zustand biete zu wenig Bewegungsmöglichkeiten. Das sorge für unzufriedene, und letztlich auch unkonzentrierte Kinder.

Bereits im November 2021 hatte sich eine Arbeitsgemeinschaft aus Eltern, Lehrern und Schulsozialarbeitern gebildet, um Ideen für die Schulhofgestaltung zusammenzutragen. Bei einer Umfrage unter den Beteiligten – die Grundschüler hatten zuerst das Wort – ergaben sich laut Segelke viele Vorschläge, „die allerdings nicht alle umsetzbar sind, wie etwa der Wunsch nach einer Kartbahn“. Besonders wichtig war den Kindern offenbar die Tunnelrutsche sowie Versteck- und Klettermöglichkeiten. Auch praktische Erwägungen spielen eine Rolle: So fehlten der Schule Abstellmöglichkeiten für Fahrräder oder Roller. Weitere Kriterien: „Die Umgestaltung sollte naturnah und inklusiv sein. Ziel wäre ein Schulhof, den die Kinder auch als Lebensraum wahrnehmen“, so Segelke.

Drei wesentliche Bereiche hat die AG erarbeitet: einen Sportbereich mit neuem Fußballfeld, Basketballplatz mit Bodenplatten zum Prellen der Bälle und Kletterwand. Im zweiten Bereich mit Sandkiste, „Sumpf“ und Rondell könnten ein Amphitheater, eine Doppelschaukel, Wippen und ein Karussell weitere Spielmöglichkeiten bieten. Den dritten Bereich und zugleich Herzstück des neugestalteten Hofs bildet das Piratenschiff mit Tunnelrutsche.

Auch um die Finanzierung hat sich die Schulhof-AG schon Gedanken gemacht: Förderanträge bei diversen Stiftungen, darunter die Kreissparkasse Verden, die Volksbank und Ikeastiftung sind bereits gestellt. Auch Eigenkapital kann die Schule einbringen: Durch einen vom Schul-Förderverein organisierten Spendenlauf der Grundschüler kamen 11 000 Euro zusammen – nach Angaben von Maren Segelke ohne gewerbliche Sponsoren, nur über Eltern und Familien. „Die Schüler waren sehr motiviert, weil sie für ihren eigenen Schulhof gelaufen sind“, schildert die Konrektorin. Zudem habe die Schule schon Spielgeräte-Hersteller angeschrieben, um Angebote einzuholen.

Die Kommunalpolitiker im Schulausschuss zeigten sich durch die Bank weg beeindruckt, dass die Schule selbst aktiv geworden ist, und der Förderverein den äußerst erfolgreichen Spendenlauf organisiert hat. Daran anknüpfend schlug Klaus Großjohann (SPD) vor, auch örtliche Unternehmen für eine mögliche Förderrung anzusprechen.

20 000 Euro sind im Haushaltsplan 2022 für die Pausenhof-Neugestaltung der Grundschule Sagehorn bereits vermerkt, weitere 15 000 Euro sieht der Finanzplan 2023 vor. Ohne Förderung wird die Umgestaltung also nicht zu machen sein.

Nach einer genauen Kostenschätzung gefragt, musste Segelke zwar passen, weil die Preise je nach Anbieter und Zeitpunkt der Bestellung stark variierten. Sie warf aber für eine erste Einschätzung eine Zahl in den Raum: „Allein das Piratenschiff liegt bei 80 000 Talern.“

Ob es sinnvoll ist, örtliche Unternehmen als Sponsoren einzusetzen, sei in den politischen Gremien zu diskutieren, bemerkte Bürgermeisterin Sandra Röse: „Ich bin grundsätzlich offen für wirtschaftliche Sponsoren. Nur bisher haben wir hier in der Gemeinde Oyten die Richtung verfolgt, dies aus dem Schulbereich herauszuhalten, um nicht Tür und Tor für ‘ich-weiß-nicht-was’ zu öffnen.“

Die Gemeindeverwaltung soll den Entwurf zur Spielplatzgestaltung nun mit der Schule konkretisieren und Möglichkeiten für eine inklusive Gestaltung prüfen. Zudem soll sie die Neugestaltung im Haushaltsplan 2023 berücksichtigen und Fördermöglichkeiten ermitteln. Dies empfahl das Gremium einstimmig.

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