Große „Klötze“ umstritten

Bauliche Entwicklung an Lindenstraße beschäftigt Oytener Ratsfachausschuss

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Große Bauvorhaben sind an der Lindenstraße geplant. 

Oyten - Verändern geplante Bauvorhaben den Charakter der Lindenstraße? Ja, sagen zumindest die Oytener Grünen. Und so lehnte deren Vertreterin Reena Saschowa am Mittwochabend in der ersten Sitzung des Ausschusses für Umwelt & Gemeindeentwicklung des neu konstituierten Gemeinderates zwei vorhabenbezogene Bebauungspläne für Bereiche der Lindenstraße ab.

Nach Worten von Vize-Verwaltungschef Axel Junge plant die Volksbank Oyten Immobilien GmbH auf dem Grundstück Lindenstraße 27 den Bau einer Wohnanlage mit zehn Wohnungen. Das Bauprojekt sieht zwei Vollgeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss vor. „Der überwiegende Teil des Gebäudes wird barrierefrei hergestellt. Außerdem sind 20 Stellplätze am Haus vorzuhalten“, berichtete Junge. Weiter schilderte er: „Ein anderer Investor plant auf dem Grundstück Lindenstraße 22 ein Bauprojekt. Konkrete Planungen wird der Investor noch vorstellen.“

Den Oytener Grünen missfällt die Entwicklung an der Lindenstraße. „Wir Grüne sind dagegen, dass an der Lindenstraße Gebäude aus den sechziger Jahren abgerissen werden und dort jeweils ein Klotz hingestellt werden soll. Das wollen wir nicht. Wir wollen den Charakter der Straße erhalten und verhindern, dass Wildwuchs entsteht. Mit den Bauvorhaben wird sich die Straße deutlich verändern. Wir wollen keine Einzelfälle schaffen, die als Versuchsballon für weitere Projekte gelten können“, betonte Reena Saschowa.

„Wir brauchen Wohnungen“

Die SPD sah das anders: „Wir haben eine Wohnungsnot in Oyten. Wir brauchen Wohnungen. Aber wir müssen uns auch die älteren Bebauungspläne anschauen, um Wildwuchs zu vermeiden. An der Lindenstraße als der Ortsmitte können wir das Bauen nicht verhindern. Wir als SPD stimmen den Bauvorhaben zu“, sagte Ratsherr Ralf Großklaus (SPD). Ausschussvorsitzender Bodo Becker (CDU) regte an: „Im Januar in unserer nächsten Sitzung sollten wir uns die alten Bebauungspläne wie Lindenstraße oder Wächterstraße anschauen.“

Zu Beginn der Sitzung schuf der Ausschuss die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum Bau der neuen Kindertagesstätte auf einem 4000 Quadratmeter großen Grundstück am kommunalen Friedhof. Dazu änderte der Ausschuss den Flächennutzungsplan und stellte einen Bebauungsplan auf. „Das Gebäude wird maximal zehn Meter hoch und die Zahl der Parkplätze erweitern wir. Allerdings ist noch ein schalltechnisches Gutachten einzuholen“, sagte Planer Thomas Aufleger. Der Ausschuss nahm das zur Kenntnis und beschloss den Fortgang der Planung. Auch erweiterte der Ausschuss das neue Gewerbegebiet an der A1 in Höhe Einmündung Marie-Curie-Straße in Richtung Achim um eine weitere Planfläche, auf der sich ein Unternehmen für Grills und Kamine ansiedeln will. 

woe

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