Kita Sagehorn feiert 20 Jahre Integration und zehn Jahre Krippe mit einem großen Fest

Gemeinsames Erleben

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An der Malstation entstanden farbenprächtige Bilder.

Sagehorn – 20 Jahre Integration und zehn Jahre Krippe – runde Geburtstage, die die Kita Sagehorn zum Anlass nahm, ein großes Fest zu feiern. Dazu kamen am Sonnabendnachmittag außer den Kita-Kindern deren Geschwister, Eltern und Großeltern. „Wir haben auch ehemalige Kollegen und Kinder eingeladen“, sagte die stellvertretende Kitaleiterin Marita Kruse, die für die erkrankte Leiterin Sofiya Bitsukova eingesprungen war und sich über die zahlreichen Besucher freute.

Bevor das große Fest begann, stand der offizielle Teil an. „1972 wurde der erste Kindergarten in Oyten eingeweiht. Es folgten fünf weitere. Bei den ersten vier haben wir nach und nach an- und umgebaut, und vor Kurzem weihten wir Oyter Mühle, die siebte Einrichtung, ein“, fasste Bürgermeister Manfred Cordes die Geschichte der Kindergärten zusammen und ergänzte: „Doch der Platz reicht immer noch nicht für alle Kinder.“

Vor zehn Jahren wurde die erste Krippe in der Gemeinde ihrer Bestimmung übergeben – in Sagehorn. Doppelt so lange wird dort Integration gelebt. „Integration ist etwas Wertvolles. Wenn alle Menschen mit und ohne Handicap miteinander auskommen, haben wir viel geschafft. Weil das leider nicht so ist, müssen wir daran arbeiten“, sagte Cordes. In der Sagehorner Einrichtung werde gute Arbeit geleistet, und dafür sprach er den Erzieherinnen ein großes Dankeschön aus. Etwas zerknirscht gestand er: „Marita Kruse ist seit 20 Jahren im Team, und das haben wir übersehen.“ Deshalb hatte er keinen Blumenstrauß mitgebracht, versprach aber, am Montag einen zu überreichen.

Der integrative und multikulturelle Gedanke prägt die Kita. Soziales Miteinander wird großgeschrieben, und so werden andere Kinder nicht nur akzeptiert, sondern wertgeschätzt, stellt die Kita ihr Konzept dar. Es gibt Angebote für jede Entwicklungsstufe, und alle Kinder haben die Möglichkeit, den Alltag mitzugestalten. Vielfalt, gemeinsames Erleben und das Leben mit allen Sinnen wahrzunehmen – das bedeutet 20 Jahre Integration und zehn Jahre Krippe für die Kita Sagehorn.

Im Sandkasten wurde eifrig nach Gold gesiebt. 

Das Geburtstagsfest wurde mit einem großen Begrüßungskreis eröffnet. „Alles muss klein beginnen“, sangen Kinder und Erwachsene zu Gitarrenbegleitung. Es folgten weitere kurze Lieder, bevor Spiel und Spaß an den Stationen begann. Erzieherinnen und Eltern betreuten die Aktionen gemeinsam, und letztere sorgten mit reichhaltigem Kuchenbüffet und Bratwürsten dafür, dass niemand hungrig blieb.

Ganz idyllisch zwischen den Bäumen und ein wenig abseits vom Trubel war die Malstation aufgebaut. Dort malten die Kinder mit Buntstiften und Wachskreiden Mandalas aus oder eigene Bilder. Jonas war schnell fertig, sein Bild war in Blau und Grün gehalten. „Mama, schau mal, wie bunt mein Bild ist“, rief er.

Reger Betrieb herrschte auch an der Station „Tonlandschaft“. „Arbeiten mit Ton gehört für uns zum Alltag. Wir lassen die Kinder arbeiten und greifen nur dann ein, wenn Hilfe vonnöten ist“, sagte Erzieherin Dorit Branig. Kinder und Erwachsene formten aus Ton Schnecken, Schlangen und andere Tiere, Schalen und vieles mehr und stellen ihre Werke zum Trocknen auf einen Baumstamm in die Sonne.

Weiter ging es zur Schatzsuche. Die Schätze – kleine Goldstücke – waren im Sandkasten versteckt, und die Besucher mussten das edle Metall heraussieben. Ihre Beute steckten die Mädchen und Jungen in ein Säckchen und trugen sie nach Hause. Einige Kinder buddelten im Sand, weitere schaukelten oder ließen sich die von Marita Kruse und ihren Helfern im Lehmbackofen gebackenen Brötchen schmecken. „Eltern und -rat haben uns bei der Planung und Organisation des Fests geholfen“, sagte Kruse dankbar und freute sich über die gelungene Feier.  is

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