Gemeinde Oyten appelliert an Vermieter / MdB Jantz besucht Flüchtlingsheim

Wohnraum dringend gesucht

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Bürgermeister Manfred Cordes (2.v.li.), SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Jantz (3.v.li.) und Verwaltungsmitarbeiter Reinhold Oelkers (re.) im Gespräch mit Flüchtlingen in Bassen.

Oyten - Mit Bürgermeister Manfred Cordes und dem zuständigen Oytener Verwaltungsmitarbeiter Reinhold Oelkers besuchte die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Jantz jetzt eine der Flüchtlingsunterkünfte in der Gemeinde Oyten. In der Unterkunft am Bassener Brammer informierte sich Jantz über den Alltag der hier lebenden 34 jungen Männer aus den drei afrikanischen Nationen Eritrea, Somalia und Elfenbeinküste. Insgesamt sind in Oyten zurzeit 144 Asylbewerber untergebracht. Für weitere erwartete Flüchtlinge sucht die Gemeinde dringend Wohnraum zum Anmieten.

„In der Regierungskoalition haben wir in der letzten Woche weitere Mittel in Milliardenhöhe beschlossen, um die Länder und Kommunen bei der Flüchtlingsaufnahme zu unterstützen“, erklärte Jantz. Dabei sei es wichtig, die betroffenen Menschen nicht aus den Augen zu verlieren, sowohl die Flüchtlinge als auch diejenigen, die sie aufnehmen. Zu Gast bei den Flüchtlingen in Bassen stellte die Abgeordnete fest: „Trotz ihrer Zukunftsängste geben sie sich alle Mühe, sich durch Fußballverein, Deutschunterricht und Praktika zu integrieren.“ Dabei werden sie von der Gemeinde tatkräftig unterstützt. Unter anderem treibt Reinhold Oelkers die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt voran, damit die Flüchtlinge ihre Fahrräder in Zukunft selbst reparieren können. Auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sei enorm, betonte Bürgermeister Cordes. In Bassen seien es vor allem die Nachbarn, die den Flüchtlingen mit Rat und Tat zur Seite stünden. „Ohne diese ehrenamtlichen Helfer ginge es nicht“, waren sich Cordes und Jantz einig.

„Bei uns ist die Lage nicht so dramatisch wie am Hauptbahnhof in München, aber die Städte und Gemeinden hier sind trotzdem immens gefordert, der Herausforderung Flüchtlingsstrom weiter gerecht zu werden. Ich nehme meine Aufgabe, mich in Berlin für die Bedürfnisse der Kommunen einzusetzen, sehr ernst“, sagte Jantz. Sie wolle in dieser Sache in engem Kontakt mit den Bürgermeistern im Kreis bleiben.

Der Gemeinde Oyten geht unterdessen langsam der zur Verfügung stehende Wohnraum für Flüchtlinge und Asylbewerber aus. Aber: „Aufgrund der allgemeinen Flüchtlingssituation sind auch wir gefordert, in den nächsten Wochen und Monaten weiter eine Vielzahl von Asylbewerbern und Flüchtlingen mit Wohnraum zu versorgen“, so Reinhold Oelkers. Die Gemeinde Oyten „bittet daher noch einmal alle Hauseigentümer und Vermieter, sich mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung zu setzen, wenn Häuser oder Wohnungen der Gemeinde Oyten zur Unterbringung dieser Personen vermietet werden können“. Oelkers betont, „dass die Unterbringung bisher sowohl für die Asylbewerber und Flüchtlinge als auch für die Vermieter ohne Probleme durchgeführt werden konnte“.

Wer Wohnraum anzubieten hat, erreicht Oelkers im Oytener Rathaus unter Telefon 04207-914016.

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