Gegner der Hundefreigabe am Oyter See bitten Abgeordnete zum Ortstermin

Es wird bissig

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Gegner und Befürworter der Hundefreigabe am Oyter See diskutierten vor Ort.

Oyten - Karl-Heinz Ahrendt ist sauer. Als Bewohner der benachbarten Siedlung am Berg genoss er jahrzehntelang das hundefreie Naherholungsgebiet Oyter See. Seit Juni ist damit Schluss – seit Campingpark-Betreiber Knaus als Eigentümer eines Teils des Sees das Hundeverbot am See aufgehoben hat. Zwar weisen Schilder die Hundehalter auf die Leinenpflicht hin, aber Beschwerden über freilaufende Hunde am und im See und über nicht entsorgte Hundehaufen reißen nicht ab.

Endgültig eskalierte der Streit, als ein Hund Christa Ahrendt beim Walken am See attackierte (wir berichteten). Zusammen mit anderen setzen sich Ahrendts für die Wiedereinführung des Hundeverbots ein.

Gestern hatte Karl-Heinz Ahrendt, der auch für die CDU im Gemeinderat sitzt, zu einem Ortstermin am See eingeladen – mit den beiden CDU-Landtagsabgeordneten Adrian Mohr und Axel Miesner, dem Oytener Vize-Verwaltungschef Axel Junge sowie zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern. Letztere teilten sich in zwei Lager:

Die einen befürworteten die Aufhebung des Hundeverbots, die anderen wollen es wieder eingeführt sehen. Zwischenzeitlich entgleisten die verbalen Auseinandersetzungen und gingen ins Persönliche.

„Ich fordere einen Runden Tisch mit allen Beteiligten, um das Thema zu lösen. Nur die Hälfte der Hundehalter hält sich an die Leinenpflicht. Aber manche Menschen haben Angst vor Hunden“, erklärte Ahrendt und pochte auf ein Hundeverbot. „Das Gelände um den See gilt als sogenannte freie Landschaft, die jedermann betreten darf, natürlich auch mit Hunden. Wir wollen, dass das so bleibt, und nicht nur Hundesteuer zahlen“, teilte Hundebesitzer Rolf Kuzyk mit. „Es gibt am See zwei Eigentümer: den Landkreis und die Firma Knaus. Die Situation ist schwierig. Ich empfehle, dass sich alle an einen Tisch setzen und ihre Positionen austauschen“, meinte CDU-Landtagsabgeordneter Adrian Mohr. „Die Firma Knaus hat das Hundeverbot aufgehoben, weil immer mehr Touristen und Camper mit Hunden anreisen“, erläuterte nochmal Campingparkmanager Sven Zornow.

Landrat Peter Bohlmann ließ sinngemäß ausrichten, der Landkreis könne auf kreiseigenen Flächen das Mitführen von Hunden nicht verbieten; per Landesgesetz müsse ein diskriminierungsfreier Zugang zu Wald und zur freien Landschaft gegeben sein.

woe

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