1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Oyten

Fördergelder im Visier – jetzt sind Ideen gefragt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Petra Holthusen

Kommentare

Bürgermeisterin Sandra Röse
Bürgermeisterin Sandra Röse hofft auf viele Aktive beim Leader-Beteiligungsprozess © -

Oyten/Landkreis – Lebensqualität erhalten, Miteinander stärken, Zukunftsfähigkeit sichern – für diese Ziele stellt die Europäische Union ländlichen Räumen über das Förderprogramm „Leader“ viel Geld zur Verfügung. Wofür genau dieses Geld vor Ort ausgegeben werden soll, bestimmen die hier lebenden Menschen selbst: Lokale Aktionsgruppen erarbeiten das für ihre Region passende Entwicklungskonzept. Auch Oyten will erstmals Teil einer Leader-Region werden. Dafür sind jetzt Projektideen und Mitmacher gefragt.

„Das Leader-Programm ist auf die aktive Beteiligung der Bevölkerung und der in der Region tätigen Vereine, Organisationen und Interessensgruppen ausgelegt. Alle Interessierten, die sich für die Zukunft der Region einsetzen möchten, sind eingeladen sich zu beteiligen“, wirbt Oytens Bürgermeisterin Sandra Röse für ein breites Spektrum von Akteuren.

Über Leader werden vor allem Projektideen gefördert, die aus der Bevölkerung kommen und damit ihrem Bedarf und ihren Bedürfnissen entsprechen und nicht „von oben“ übergestülpt werden.

Während der Flecken Ottersberg seit vielen Jahren mit Kommunen aus dem Landkreis Rotenburg in einer EU-geförderten Gesundregion zusammengeschlossen ist, will sich Oyten jetzt im Landkreis Verden mit den Städten Achim und Verden, dem Flecken Langwedel und der Samtgemeinde Thedinghausen zu einer Leader-Förderregion zusammentun. Gemeinsam bewerben sich die fünf benachbarten Kommunen entlang der Entwicklungs-Achse Bremen-Achim-Verden für die kommende EU-Förderperiode von 2023 bis 2027 um Leader-Gelder für die Entwicklung der hiesigen ländlichen Räume.

Voraussetzung für eine Förderung ist die Vorlage eines regionalen Entwicklungskonzepts (REK), in dem die Städte und Gemeinden eine gemeinsame Strategie vorlegen, die wichtige Handlungsfelder, Leitziele und Leitprojekte benennt. Diese können für jede der beteiligten Kommunen „sehr individuell sein“, sagt Röse. Am Anfang steht jetzt erst mal die Ideensammlung: Zu der Auftaktveranstaltung – coronabedingt online – sind Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Organisationen, aber auch interessierte Privatpersonen aus den fünf Kommunen der künftigen Leader-Region für Samstag, 12. Februar, von 10 bis etwa 12.30 Uhr eingeladen.

Anmeldungen nimmt Birgit Böhm von der Arbeitsgemeinschaft Mensch und Region entgegen, die mit der Beratung und Begleitung des gesamten Leader-Prozesses beauftragt wurde. Nach der Anmeldung per E-Mail an boehm@mensch-und-region.de wird der Link zur Auftaktveranstaltung am 12. Februar zugesandt. Ebenfalls noch in diesem Monat ist eine Online-Befragung zu Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken, Zielen, Bedarfen und erforderlichen Aktivitäten geplant. Am 23. Februar sollen in der nächsten Tagung von 17.30 bis 20 Uhr die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung vertieft werden. Auch dafür können sich Interessierte bereits anmelden. Bis Ende April 2022 muss das Regionale Entwicklungskonzept vorliegen. Ist die Bewerbung der angehenden Leader-Region von Erfolg gekrönt, geht es für alle Beteiligten an die Umsetzung des Konzepts im Kreis der Lokalen Aktionsgruppe (LAG).

Was Entwicklungsziele für Oyten angeht, hat die Bürgermeisterin selbst „drei gedankliche Anker“. Unter dem Titel „Wohn- statt Schlafstadt“ wünscht sich Röse „ein bisschen mehr Gemeinschaft“. Dafür brauche es nicht immer ein „riesiges Konzept – das können viele kleine Dinge sein“. Gefragt sind also viele Ideen von möglichst vielen Menschen. Zunehmende Dringlichkeit hat für Röse das Thema „Leben im Alter“ mit all seinen Facetten. Auch dafür sieht die Bürgermeisterin in dem breiten Leader-Beteiligungsprozess die Chance, dass „unterschiedlichste Menschen viele kleine Schritte einbringen“.

Drittes Anliegen der Gemeindechefin wäre es, für und mit Landwirten an einer nachhaltigen Zukunft der Landwirtschaft vor Ort zu arbeiten. Das alles aber seien nur ihre Gedanken, betont Röse. Sie sei sehr gespannt darauf, was andere für die Gemeinde als wichtig und zukunftsträchtig erachten: „Diese Beteiligungsform ist eine große Chance.“

Zur Direktanmeldung für die verschiedenen Veranstaltungen gelangen Interessierte über den Link https://menschundregion.limequery.com/613961?lang=de

Auch interessant

Kommentare