Fischerhuder Kunsthandwerkermarkt: Originelle Exponate, aber wenig Käufer

Tafelsilber als Schmuck

+
Natürlich gehörten auch herbstliche Accessoires zum Angebot.

Fischerhude - „Vielleicht liegt es am Wetter, das so wenige Leute kommen. Das Geschäft läuft echt mau. Am Angebot kann es nicht liegen. Es sind wirklich schöne Stände mit anspruchsvollen Sachen aufgebaut und auch die Atmosphäre hier im Buthmanns Hof ist sehr stimmungsvoll.“

Brigitte Burandt, Teddymacherin aus Bremen, war ein bisschen enttäuscht. In der Tat: Auf ihrem geräumigen Tisch kuschelten sich entzückende Teddybären, herzige Affen, Igel, mit ganz weichen Stacheln und allerlei anderes Getier aneinander und wartete auf Kundschaft. Währenddessen nähte die versierte Kunsthandwerkerin emsig an einem neuen Schmusetier, um die Zeit zu nutzen.

Renate Bertram aus Verden erging es ähnlich. Sie bot individuelle Kindermode an, die mit viel Fantasie und Geschmack entworfen und genäht worden war. Warme Jacken mit Tierapplikationen, Kleidchen, Oberteile und Hosen, Mützen und Schals für die kalte Jahreszeit, strapazierfähig und zu günstigen Preisen wurden ansprechend präsentiert. „Wenn etwas in der gewünschten Größe nicht da ist, fertige auch gerne auf Nachfrage an“, sagte die Designerin für Kindermode.

Einen wirklichen Hingucker bot der Stand von Brigitte Kehr, ebenfalls aus Verden. Sie zeigte Buchfaltkunst – Neues aus alten Büchern. Im Einband belassen waren die Seiten scharf gefaltet. Sie ergaben nun, kaum noch als Buch zu erkennen, eine Skulptur, die jedes Bücherregal schmückt. Gegenüber leuchteten ungewöhnliche Tischlampen, deren Fuß aus alten Blechdosen gefertigt war. Nostalgische Keksdosen, Bonbonbehälter und andere Blechdosen, liebevoll als Sammlerstücke auf Flohmärkten zusammengetragen und mit einem individuell passenden Schirm sowie moderner Elektrik versehen, interessierten jene Besucher, die ein besonderes Geschenk suchten.

Mehrere Stände mit kunstvollen Handarbeiten und altem Leinen, wie Oma es einst in ihrer Aussteuertruhe gehabt haben mag, verlockten, den handgewebten Stoff durch die Finger gleiten zu lassen. Hauchzarte Seidentücher, kunstvoll von Hella Hahn aus Königsmoor bemalt, wurden anprobiert.

Marlis Schröder aus Glinstedt zeigte Besteckschmuck, bei dem sie Gabeln, Löffeln, aber auch großen Vorlegebestecken mit Lötkolben, Zange und Poliergerät einen ganz neuen Zweck gegeben hatte. Anstecknadeln, Wandhaken, eine mächtige Suppenkelle, Ringe aus den Stielen von Teelöffeln, alles aus alten Silberbesteck gefertigt, glänzten um die Wette mit Armreifen und Buchclips als Lesezeichen. „Ich habe noch so viel Silber von meiner Mutter. Das wird nicht mehr benutzt. Vielleicht lasse ich mir daraus mal was Neues machen“, überlegte eine Besucherin, der es die Armreifen angetan hatten.

Elke Wriedt aus Ottersberg, die den Kunsthandwerkermarkt seit Jahren organisiert war mit ihrem eigenen Label „Bruno`s Nähkästchen“ vertreten. Winterliche Accessoires mit raffinierten Details, schicke Jacken und andere hübsche Dinge, die an ihrer Nähmaschine entstanden sind, trafen den Geschmack der Besucherinnen.

kr

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Rettungskräfte kämpfen mit Regenmassen

Rettungskräfte kämpfen mit Regenmassen

Bilder vom ersten Sieg des FC Bayern auf der Asien-Reise

Bilder vom ersten Sieg des FC Bayern auf der Asien-Reise

Der kunterbunte Tintenkampf: "Splatoon 2" im Test

Der kunterbunte Tintenkampf: "Splatoon 2" im Test

Für diese unglaublichen Dinge können Sie Cola verwenden

Für diese unglaublichen Dinge können Sie Cola verwenden

Meistgelesene Artikel

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Schlaumeier tauscht Verkehrsschilder aus

Schlaumeier tauscht Verkehrsschilder aus

Feierabend-Markt: „Ich sitze hier beim Wein und warte auf die Achimer“

Feierabend-Markt: „Ich sitze hier beim Wein und warte auf die Achimer“

19-Jährige prallt frontal gegen Baum

19-Jährige prallt frontal gegen Baum

Kommentare