Fischerhuder Keramiktage: 25 namhafte Werkstätten präsentieren ihre Arbeiten

Mekka für Kunstfreunde

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Das Organisationsteam der Fischerhuder Keramiktage: (vom rechts) Claudia Craemer, Katharina Bertzbach, Matthias Kurig und Ahmad Tavakkoli.

Fischerhude - Die fünften „Keramiktage“ stehen am Wochenende 12. und 13. September in Fischerhude an. Dieses alle zwei Jahre stattfindende Kulturevent auf dem Gelände von Buthmanns Hof zieht Keramikinteressierte aus einem weiten Umkreis an. 25 namhafte Werkstätten aus ganz Deutschland präsentieren und verkaufen ihre Arbeiten.

Gezeigt wird dem Publikum die Vielfalt keramischer Möglichkeiten von der Schmuckperle über Geschirr bis zur Bildhauerarbeit, vom gedrehten Gefäß bis zum montierten Objekt und Kalligraphie, heißt es in einer Pressemitteilung des Organisationsteams um Ahmad Tavakkoli. Entsprechend dem diesjährigen Schwerpunkt „Skulpturen und Objekte“ werden überwiegend Aussteller aus dem Bereich der künstlerischen Keramik vertreten sein.

Die Fischerhuder Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren einen Ruf in der Keramikszene erworben, als kleine, aber feine Schau neben der Vielfalt des Materials auch die Übergänge zu künstlerischer und kultureller Bedeutung zu betonen. So wird in diesem Jahr eine Sonderausstellung unter dem Titel „vom Objekt zum Subjekt“ den Weg von der Inspiration zum Werk verfolgen. In dem Rahmen sind auch Filmbeiträge zu sehen.

Die figürlichen Arbeiten von Ule Ewelt aus Grünberg in Hessen beschäftigen sich ausnahmslos mit Tieren, wobei es ihr weniger auf die naturgetreue Abbildung ankommt, als auf das Einfangen ihres inneren Wesens. Durch die grob strukturierte raue Oberfläche, im Rauchbrand mit dunklen, rostigen Farben versehen, erinnern die Tiere an die Höhlenmalereien längst vergangener Zeiten.

Der in Berlin lebende Ross de Wayne-Campbell, der in Las Vegas geboren ist und der am „San Francisco Art Institute“ studiert hat, kreiert mit Verbindungen aus Ton und dünnem Edelstahldraht täuschend echt erscheinende Insekten.

Stefanie Supplith aus Bremen führt dem Betrachter voller Witz und Charme subtil die menschlichen Eigenarten und Schwächen vor Augen beziehungsweise thematisiert ironisch das komplizierte Verhältnis zwischen Mann und Frau.

Stefanie Ahn aus Bielefeld verarbeitet in ihrer „Rauchzeichenkeramik“ Eindrücke aus der skandinavischen Mythologie.

Für Dagmar Langer aus Karlsruhe ist Raku eine Verführung, der sie nicht widerstehen kann... Seit einiger Zeit beschäftigt sie sich ausschließlich mit dieser schon etwa 400 Jahre alten Brenntechnik und setzt sie als Gestaltungsmittel für ihre keramischen Arbeiten ein und erzielt damit Schlichtheit, Eleganz und Klarheit im Ausdruck.

Für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt sein. Die Keramiktage haben am Sonnabend und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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