„Sauber abgearbeitet“

Feuerwehr trainiert den Ernstfall beim Oytener Chemiewerk

Höhenrettung
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Die Rettung eines Verletzten aus großer Höhe war Teil der Feuerwehrübung.

Oyten – Zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im Gewerbegebiet wird die Freiwillige Feuerwehr Oyten häufiger gerufen. Meistens entpuppt sich das Ganze als Fehlalarm. Glücklicherweise, könnte man hinzufügen. Bei der Alarmierung am Donnerstagabend ging der Puls der Einsatzkräfte allerdings hoch, als sie am Chemiewerk CHT an der Rudolf-Diesel-Straße eintrafen.

Die Lage stellte sich dramatisch dar: Betriebsunfall mit leck geschlagenem Gefahrgutbehälter und drei vermissten Arbeitern. Die Feuerwehrleute gingen an die Arbeit – und relativ zügig „war dann klar, dass es sich um eine groß angelegte Übung handelte“, berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Tobias Schone. „Aber auch die muss wie ein realer Einsatz durchgezogen werden“, unterstreicht Schone Sinn und Zweck der Großübung, die zuvor geheim gehalten worden war und die Feuerwehrleute unvorbereitet mit einem herausfordernden Szenario konfrontierte. Zur Bewältigung waren am Ende 80 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen vor Ort, die die anspruchsvollen Aufgabenstellungen in gut zweieinhalb Stunden abarbeiteten.

Um 18.10 Uhr waren zunächst die Freiwilligen Feuerwehren aus Oyten und Bassen zu dem Chemiebetrieb gerufen worden, dessen Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. „Die Lage erforderte weitere Spezialkräfte des Gefahrgutzuges des Landkreises Verden. Zur Versorgung der Verletzten und zur Eigensicherung wurde außerdem das DRK alarmiert. Für Oyten wurde Sirenenalarm ausgelöst, um weitere Kräfte zu erreichen“, schildert Schone das Vorgehen. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz und teilweise mit Vollschutzanzügen vor, um die laut Übungsszenario vermissten Chemiearbeiter zu suchen und zu retten. Zwei Vermisste wurden schnell gefunden und dem Rettungsdienst übergeben. Um den Gefahrgutbehälter, bei dem eine Leckage angenommen wurde, kümmerte sich der speziell geschulte Gefahrgutzug. Den dritten Verletzten retteten die Oytener Feuerwehrleute unterdessen mithilfe der Drehleiter aus großer Höhe von einem Turm.

„Der Einsatz wurde größtenteils sauber abgearbeitet, und die Kleinigkeiten, die nicht optimal liefen, wurden dokumentiert, um diese Fehler beim nächsten Mal nicht mehr zu machen“, resümiert Schone.

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