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Fachausschuss empfiehlt Verlängerung der Pestalozzistraße als Standort für achte Oytener Kita

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Der Acker an der Pestalozzistraße nahe des Sportzentrums Stader Straße gilt als besonders geeigneter Standort für die achte Kita in Oyten.
Der Acker an der Pestalozzistraße nahe des Sportzentrums Stader Straße gilt als besonders geeigneter Standort für die achte Kita in Oyten. © Woelki

Oyten – Für den Kita-Standort an der Verlängerung der Pestalozzistraße fiel am Mittwochabend ein einstimmiges Votum. Im Rathaus tagte der Ausschuss für Angelegenheiten der Kindertagesstätten (AfAK) und diskutierte die Frage, wo Oytens achte Kita gebaut werden soll.

Zunächst hatte Meike Haase, die in der Gemeindeverwaltung für Kindertagestätten zuständig ist, drei von vier Standorten vorgestellt. Der vierte, auf dem Grundstück der Sportanlage Stader Straße angedachte Standort erwies sich als ungeeignet, weil laut Bedarfsplan für Kitas eine große Kita mit sechs Gruppen gebraucht werde. Und die hätte auf dem Grundstück keinen Platz.

Die Verwaltung favorisiert den Standort an der Verlängerung der Pestalozzistraße. Denn das Grundstück sei bereits Gemeindeeigentum und es gibt eine fußläufige Anbindung zur Sportanlage Stader Straße sowie zur Grundschule Sagehorn und zur Kita Pestalozzistraße für Kooperationsangebote. Die räumliche Nähe zur Sportanlage sei dabei natürlich ein Plus. „Wenn wir nach den Standorten gegangen wären, ohne auf das Konzept eines Bewegungskindergartens zu gucken, wären wir nicht zu einem anderen Standort gekommen“, merkte Haase an. Die Gemeinde habe vielmehr geschaut, welche Flächen verfügbar seien und wo Bedarf bestehe. Zudem sei der Standort bedarfsgerecht für Oyten-Nord. Wegen der Schrankenlösung zur Aussperrung von „Elterntaxis“ an der Pestalozzistraße gebe es unmittelbar am Grundstück der Kita keinen Straßenverkehr.

Nachteilig sei die zu erwartende Zunahme des Verkehrs an der ohnehin durch den Bring- und Abholverkehr belasteten Stader Straße. Zudem bestehe bisher kein Kanal-Anschluss, dieser könne aber über die Sportanlage erfolgen. Außerdem fehlten noch die Versorgungsleitungen bis zum Grundstück, hier sei aber gegebenenfalls eine Anbindung über die Stader Straße möglich.

Das Hauptargument gegen den Vorschlag Nummer 2, das Grundstück an der Dohmstraße/ Hoher Acker in Bassen: Der Standort sei nicht bedarfsgerecht, da er zu weit weg liege vom tatsächlich ermittelten Bedarfsgebiet Oyten-Nord, Oyten-Süd und Sagehorn.

Standort Nummer 3 an der Feldstraße/ Heckenweg in Bassen befinde sich ebenfalls nicht in Reichweite der Straßenzüge mit dem meisten Bedarf an Betreuungsplätzen. Die Verwaltung lehnte Vorschlag 3 aber vor allem wegen der notwendigen Querung der Landesstraße und damit einer potenziellen Gefahrenquelle für die Kindergartenkinder ab.

Für alle Standorte würden Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplans notwendig.

Die CDU stimmte dem Verwaltungsvorschlag zu. Nach Haases Bedarfsrechnung sei die Not an Betreuungsplätzen in Oyten-Nord und -Süd am höchsten – und nicht in Bassen, wie manche meinten. „Von den Zahlen her ist Pestalozzi das Ding“, fasste Frank Weßels zusammen.

Irritationen gab es bei der SPD. Während Jannik Woelki für einen Standort in Bassen plädierte und den Standort an der Pestalozzistraße/ Stader Straße aufgrund der Verkehrsbelastung ablehnte, meinte Ralf Großklaus: „In unserer Fraktion ist niemand gegen den Standort.“ Woelki beharrte auch zunächst darauf, dass die SPD die Standortfrage zurück in die Fraktionen geben wolle. Auch Cornelia Thölken meinte, sie habe von Anwohnern zum Standort Pestalozzistraße die Rückmeldung erhalten: „Seid ihr wahnsinnig?“ Die Verwaltung solle vor der Abstimmung ein Verkehrskonzept vorlegen.

Nach Aufforderung von Ralf Großklaus, trotz Bedenken jetzt abzustimmen, um Zeitverlust zu vermeiden, gingen alle SPD-Fraktionsmitglieder mit und stimmten für den Verwaltungsvorschlag.

Auch Ingo Köhn (AfD) sowie Juana Knöfel (Bündnis 90/Die Grünen) schlossen sich dem Verwaltungsvorschlag an und stimmten für den Standort Pestalozzistraße.

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