Erweiterungsbau in Oyten: Politik segnet Planung von Feldschnieders + Kister ab

„Feuerwehrhaus eingetütet“

Um mehr als das Doppelte vergrößert sich die Nutzfläche der Freiwilligen Feuerwehr Oyten durch den Erweiterungsbau (links), der durch eine Fuge mit kleinem Turm und rotem Schiebetor mit dem Altbau verbunden wird. Diese Planung des Bremer Architekturbüros Feldschnieders + Kister stieß auf Begeisterung im Feuerwehrausschuss des Rates. Geschätzte Baukosten: rund 1,7 Mio. Euro.
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Um mehr als das Doppelte vergrößert sich die Nutzfläche der Freiwilligen Feuerwehr Oyten durch den Erweiterungsbau (links), der durch eine Fuge mit kleinem Turm und rotem Schiebetor mit dem Altbau verbunden wird. Diese Planung des Bremer Architekturbüros Feldschnieders + Kister stieß auf Begeisterung im Feuerwehrausschuss des Rates. Geschätzte Baukosten: rund 1,7 Mio. Euro.

Oyten - „So, damit haben wir das Feuerwehrhaus eingetütet!“ Hochzufrieden schloss Vorsitzender Hermann Ehlers (CDU) am Dienstagabend im Oytener Rathaussaal die Sitzung des Ratsfachausschusses für Feuerwehrangelegenheiten. Der hatte soeben – ohne eine einzige Nachfrage oder sonstigen Gesprächsbedarf – mit großer Mehrheit und unter dem Beifall von rund 60 Feuerwehrleuten im Zuhörerraum die Pläne von Architekt Stefan Feldschnieders genehmigt, nach denen das Oytener Feuerwehrhaus jetzt erweitert wird.

Mit der Entscheidung für einen Architekten-Entwurf können Detail- und Bauleitplanung anlaufen. Baubeginn soll spätestens 2016 sein, eventuell noch dieses Jahr. 1,8 Mio. Euro hat die Gemeinde Oyten für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses am bestehenden Standort Hauptstraße im Haushalt für 2015/16 eingeplant. Die Freiwillige Feuerwehr Oyten, technisch hochgerüstete Schwerpunktfeuerwehr mit 80 Aktiven im ehrenamtlichen Dienst, leidet unter viel zu beengten und veralteten räumlichen Gegebenheiten.

Abhilfe schaffen soll ein Erweiterungsbau nach neuesten technischen Standards, der die Nutzfläche der Feuerwehr um mehr als das Doppelte auf 1200 qm vergrößert. Vier Architektenbüros hatten sich in einem Wettbewerb mit ihren Entwürfen bei der Gemeinde Oyten um den Planungsauftrag beworben. Ein aus Verwaltungs-, Rats- und Feuerwehrvertretern gebildeter Arbeitskreis hatte sich einhellig für den nach ihrer Auffassung mit Abstand besten Entwurf entschieden. Und der stammt aus dem Bremer Büro Feldschnieders + Kister. In der Sitzung des Feuerwehrausschusses am Dienstagabend stellte Architekt Feldschnieders die Baupläne erstmals öffentlich vor – vor großer erwartungsvoller Kulisse.

Feldschnieders präsentierte die „Kreation einer klaren Lösung“: In Anlehnung an die bestehende Architektur des Altbaus, der erhalten bleibt und während der Bauphase uneingeschränkt weiter funktionieren soll, schließt der Erweiterungsbau als eigenständiges Gebäude daneben an. Beide Bausteine werden durch ein Dach verbunden; zwischen ihnen entsteht „eine Fuge als multifunktionale Mitte“ – durch Turm und knallrotes Schiebetor „mit einer eigenen, unverwechselbaren Identität“ ausgestattet. Neu gestaltet wird auf dem 12000-qm-Areal die Hofsituation mit getrennter Ein- und Alarmausfahrt, einer Übungsfläche vor dem Gebäudekomplex und 50 daneben angeordneten Parkplätzen. Weil Funktionalität Priorität hat, so Feldschnieders, werden die Bäume zwischen Feuerwehrhaus und Feuerwehrwiese in der Geländemitte entfernt.

Die „klare Wegeführung“ setzt sich im Inneren des Neubaus fort. Umkleide- und Sanitärbereiche, erstmals getrennt für Frauen und Männer, sowie Werkstatt-, Lager- und Technik-räume sind hinter und neben der Fahrzeughalle angeordnet. Die Fahrzeughalle bietet in einer Flucht mit dem Altbau drei weitere Stellplätze. Die bodentiefen Fenster des rückwärtigen Aufenthaltsraums mit Küche zeigen ins Grüne. Der jetzige Aufenthaltsraum im Altbau soll später zu Räumen für die Jugendfeuerwehr umgebaut werden.

Wichtig war Feldschnieders die Außendarstellung und optische Öffnung der Feuerwehr zur Hauptstraße hin: „Das neue Feuerwehrhaus in seiner Dimension und mit dem großen Vorplatz wird wahrgenommen im Ort“, so der Architekt, der die errechneten Gesamtbaukosten auf knapp 1,7 Mio. Euro bezifferte.

Der Feuerwehrausschuss befürwortete die Planung ohne Wenn und Aber – bis auf eine Gegenstimme, die von Werner Asendorf (Grüne) kam. Seine Fraktion hatte mehrfach die Auslagerung von Feuerwehr und Bauhof an den Ortsrand gefordert, um das Sahnegrundstück an der Hauptstraße für die weitere Ortskern- und Einzelhandelsentwicklung zu nutzen.

pee

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