Tennisclub Oyten plant Ankauf einer Tennishalle / Nutzungsrecht für Sagehorner Schützen

„Eine einmalige Chance“

Blick auf die Sagehorner Tennishalle, die der TC Oyten ankaufen und sanieren möchte.
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Blick auf die Sagehorner Tennishalle, die der TC Oyten ankaufen und sanieren möchte.

Oyten – Zukunft gestalten und Perspektiven schaffen für die nachfolgenden Generationen mit einem ganzjährigen Angebot des Tennissports in der Gemeinde Oyten und Schulsport-Tennis – das wünscht sich der Tennisclub (TC) Oyten. Deshalb stellt sich der Vorstand des Clubs der Aufgabe eines Großprojekts: dem Erwerb und der anschließenden grundlegenden Sanierung der Sagehorner Tennishalle in unmittelbarer Nähe der Tennisplätze des TC Oyten.

Offenbar vertrauen die Mitglieder ihrem Vorstand voll und ganz. Beim gut besuchten Jahrestreffen des 270 Mitglieder zählenden TC Oyten im Saal des Gasthauses „Zum alten Krug“ brandete Beifall auf. Die Mitglieder hatten einstimmig beschlossen, dass der Vorstand damit beauftragt werden sollte, die Pläne intensiv weiter zu verfolgen, Gespräche mit dem Halleneigentümer sowie der Gemeinde fortzusetzen und mit möglichen Geldgebern zu verhandeln. Die geschätzten Kosten liegen bei 883 000 Euro.

Um das Großprojekt zu realisieren, hat der Club einen Arbeitskreis mit Sascha Erbacher, Frank Wiesenmüller, Rüdiger Klein, Dieter Szczodrowski und Hartmut Schmidt-Klute eingerichtet, der seit Monaten bereits viele Gespräche führt. „Es ist eine einmalige Chance, die vor uns liegt, da wir nicht nur die Attraktivität des Tennisclubs mit dem Ausbau eines ganzjährigen Angebots steigern, sondern zugleich einen Beitrag für den Ortsteil Sagehorn leisten“, erklärte der Vorsitzende Sascha Erbacher.

Von den drei Tennishallen in der Gemeinde ist für den TC Oyten nur der Tennissport in jener Halle an der Kirchweyher Straße möglich – die sich aber im Privatbesitz befindet. Auf der Suche nach Geldgebern klopfte der Verein bei der Gemeindeverwaltung an, die der Idee offen gegenüber steht. Aber nicht nur mit der Verwaltung, sondern auch mit dem Schützenverein Sagehorn gab es Gespräche. Der Club bietet den Sagehorner Schützen an, ihr Schützenfest im August in der Tennishalle an den Tennisplätzen zu feiern.

Mit diesem Angebot könnte sich der Konflikt zwischen der Gemeinde und dem Schützenverein Sagehorn über die Nutzung der Tennishalle am Schützenhaus auflösen. Der Tennisclub kommt als unbeteiligter Dritter um die Ecke und legt eine Idee auf den Tisch, die sich der Schützenverein und die Gemeinde interessiert anhören. „Wir als Tennisclub brauchen nur die Halle und die Umkleiden mit den Duschen. Doch die Anlage hat noch weitere Räume, die Gestaltungsmöglichkeiten für Sagehorn zulassen“, so Erbacher. „Wir wagen uns auch an das Projekt, weil wir der Jugend Freizeitangebote und unseren Mitgliedern gute Bedingungen für den Tennissport anbieten wollen“, erklärte Sascha Erbacher den Mitgliedern.

Die bisherigen Gespräche mit der Verwaltung, dem Eigentümer und dem Schützenverein seien „in einer guten Atmosphäre verlaufen“, so Erbacher. Mit dem Eigentümer habe sich der Vorstand bereits verständigt „für eine Probezeit ab Oktober die Betreuung und Verwaltung der Spielzeiten in der Halle zu übernehmen“, schilderte Erbacher. Die Platzbuchung und Abrechnung erfolge künftig online, merkte der Vorsitzende an.

Dieter Szczodrowski stellte das Projekt den Mitgliedern vor. Detailliert listete er den Ist-Zustand und die notwendigen Arbeiten auf, wobei die grundlegende Sanierung des Daches, des Bodens, der Heizung, der Elektrik und Lichttechnik einen Großteil der Kosten ausmacht.

Bei der Finanzierung hofft der Club auf die Unterstützung der Gemeinde, auf Zuschüsse des Landessportbundes, des Landkreises, auf Sponsoren und anderweitige Erlöse. Bisher ist der Tennisclub schuldenfrei. „Wenn wir das Projekt anfassen, verschulden wir uns als Verein. Aber eines ist auch klar: Unsere Beiträge bleiben stabil“, betonte Erbacher.

Jetzt liegt der Ball bei der Oytener Kommunalpolitik, die in der November-Sitzung des Gemeinderates das Projekt berät.

Bei den Wahlen bestätigte der Club sämtliche Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern. Das Amt des Festwartes wurde mit Paul Weiser neu besetzt. Der seit zwei Jahren kommissarisch tätige Pressewart Gero Balk-Fano wurde Teil des Vorstands. woe

Blick in die Versammlung mit Hartmut Schmidt-Klute (stehend, im Hintergrund) und Dieter Szczodrowski (vorne, sitzend). Sie stellten das Projekt vor und warben bei den Vereinsmitgliedern um Zustimmung.

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