Blechbläser-Combo Ventilator springt zwischen Genres hin und her

Deutsche Welle trifft Symphonie

Blechbläser mit viel Feingefühl: Band und Gesangsinterpreten überzeugten gleichermaßen beim Konzert in Blocks Huus.

Bassen - Von Bernd Hägermann. Selten war der Name eines musikalischen Ensembles so erfrischend und willkommen wie am Freitagabend im Bassener Blocks Huus. Dort führte die Band „Ventilator“ mit einem ausgewählten Programm aus Pop, Rock, Soul und Jazz der sommerlich aufgeheizten Luft jene Brise Klangvielfalt hinzu, die Hitzeabende erträglich macht und Freunde von Blechinstrumenten glücklich.

Ohnehin scheint die Zeit für Bläserbands günstig. Nur ein Beispiel von vielen: Die Musiker von La Brass Banda haben nichts gemein mit altbacken schunkelnder Glückseligkeit, aber viel mit ausgefeilten Arrangements und instrumentaler Virtuosität.

Sogar nördlich des Weißwurst-Äquators können die Fans nicht genug davon hören. Nirgends ist schepperndes Blech, dafür Temperament und kompositorischer Feinsinn. Andere Bands haben die Spur von La Brass Banda aufgenommen. Die Mitglieder von Ventilator (Bettina Bischoff, Jan Zöhl, Antje Braun, Uwe Schalle, Matthias Kurig, Werner Müller, Ulrich Schultz, Rabea Medebach, Jan Vogel, Dorothea Vogel, Bernd Oppermann, Thomas Sengteller) zahlen musikalisch zwar mit etwas kleinerer Münze, allerdings lassen sie sich in ihrer Spielfreude nur schwerlich übertreffen. Das schuf die Voraussetzung für einen stimmungsvollen Abend, den man entspannt genießen konnte oder klatschend mitgestalten.

Gegründet hat sich die Band vor fünf Jahren. Von Beginn an Ziel war ein Bigband-Sound von durchlässiger Fülle. Für einen derartigen musikalischen Anspruch braucht es Zutaten. Die finden Ventilator bei Giganten wie Duke Ellington oder Herbie Hancock. Weitere Protagonisten der Ventilatoren: The Police, Amy Winehouse, Van Morrison, Paul Simon oder Nora Jones. Aber die Mini-Big-Band soll auch die Münchner Freiheit können, eine Spaßband der Achtziger, und sogar Ludwig van Beethoven. Deutsche Welle trifft Symphonie. Der Genrewechsel ist bei Ventilator Programm.

Erfrischende Interpretationen von Beethoven bis Paul Simon boten Ventilator am Freitagabend.

Das Ensemble swingt zwischen improvisiertem Jazz und und jenem Maß an kollektiver Disziplin, die jede Band benötigt, um zu funktionieren. Launige Überleitungen von Jan Zöhl komplettierten einen Abend, an dem Stücke von Nina Simone, den Manhattan Transfers, Johnny Cash, Jimmy Hendrix, den Beatles oder Bruno Mars und Kristy McColl gespielt wurden.

Dabei überzeugten die Band und die beiden Gesangsinterpreten Rabea Medebach und Bernd Oppermann gleichermaßen. Das Konzert hätte nur mehr Zuhörer verdient gehabt.

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