Hocheffizientes 240-Meter-Windrad soll bis Mitte August fertig montiert sein

Der Turmbau zu Tüchten

Auf der Baustelle in Tüchten schweben die ersten Betonsegmente für das Mega-Windrad in die Höhe.
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Auf der Baustelle in Tüchten schweben die ersten Betonsegmente für das Mega-Windrad in die Höhe.

Bassen – Der Turmbau zu Tüchten läuft. Das signalisiert schon der weithin sichtbare Montagekran. Südlich der A 1 in Bassen-Tüchten entsteht mit Beteiligung der Gemeinde Oyten für rund sechs Millionen Euro eine der bisher größten und modernsten Windenergieanlagen der Region: mit einer Nabenhöhe von 161 Metern, einem Rotordurchmesser von 158 Metern, einer Gesamthöhe von 240 Metern und einer Energieertragsprognose von rund 17 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht nach Angaben der Projektentwickler statistisch dem Stromverbrauch von 4250 Vier-Personen-Haushalten – und damit von mehr Einwohnern, als Oyten selbst hat.

Das Windrad Tüchten gilt wegen seiner Effizienz als Meilenstein in der technischen Entwicklung und wächst jetzt sichtbar in die Höhe. Nachdem im Juni das Fundament fertiggestellt worden war, wurden diese Woche die ersten Teile für den Bau des Turms angeliefert. Die 5,3-Megawatt-Anlage vom Typ GE Wind erhält einen sogenannten Hybridturm: „Das heißt, die unteren Turmsegmente bestehen aus Beton, die oberen aus Stahl“, so Beate Roßbach, Pressesprecherin der deanGruppe.

Die deanGruppe ist Mutterkonzern der eigens für dieses Projekt gegründeten Windenergieanlage Tüchten GmbH & Co. KG – einer Bürgerenergiegesellschaft nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Mehr als 50 Prozent des Eigenkapitals dieser Betreibergesellschaft, das dean-Geschäftsführer Dr. Alexander Jäger-Bloh bei der Projektvorstellung im Frühjahr auf insgesamt gut eine Million Euro beziffert hatte, mussten laut EEG von Bürgern eingebracht werden. Rund 20 private Gesellschafter sind beteiligt – plus die Gemeinde Oyten, die mit einer Einlage von 100 000 Euro einen zehnprozentigen Anteil erwarb. Die kommunale Beteiligung an der Windrad-Betreibergesellschaft hatte der Gemeinderat „als Oytener Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz“ beschlossen.

Spätestens Mitte August sollen die Montagearbeiten an der Windenergieanlage Tüchten abgeschlossen sein – „wenn uns das gute Wetter treu bleibt“, so Torsten Flemming, Prokurist der deanGruppe und zuständig für ecoJoule construct, die Bauträger-Gesellschaft der Unternehmensgruppe.

„Wer möchte, kann den Fortgang der Bauarbeiten aus der Ferne sehr gut beobachten und gern auch fotografieren“, ergänzt Pressesprecherin Beate Roßbach. Der Bereich um die Baustelle herum sei für die Öffentlichkeit jedoch aus Sicherheitsgründen abgesperrt: „Der direkte Zugang ist nicht möglich.“

Das Windrad Tüchten wird Projektentwickler Jäger-Bloh zufolge 800 Meter vom Siedlungsbereich entfernt stehen und darüber hinaus mit einer bedarfsgesteuerten Nachtbeleuchtung ausgerüstet, die nur bei Flugverkehr anspringen soll.  pee

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