Grüner Landtagskandidat vorgestellt

Benjamin Meyer:  Damit sich mehr dreht in Sachen Energie und Agrar

Benjamin Meyer (32) ist der Grünen-Kandidat für den Landtag.

Oyten  /O ttersberg - Der Wahlkreis-Zuschnitt macht es möglich: Benjamin Alexander Meyer aus Worpswede ist der Landtagsdirektkandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Osterholz – und damit auch für Oyten und Ottersberg, denn die beiden Nordgemeinden aus dem Landkreis Verden gehören ebenfalls zum Nachbar-Wahlkreis 60. Meyers Kandidatur vermeldet jetzt der Kreisverband Verden der Grünen. Die Wahl zum 18. Niedersächsischen Landtag wird am 14. Januar 2018 stattfinden.

Benjamin Meyer (32), staatlich anerkannter Erzieher, der auch eine Ausbildung als Lagerlogistiker vorzuweisen hat, arbeitet in der Hortgruppenleitung der DRK-Kita in Worpswede. Noch bis zum Sommer läuft nebenberuflich Meyers Weiterbildung zum staatlich anerkannten Sozialwirt, und Rettungssanitäter fürs Ehrenamt kann er sich voraussichtlich ab Januar 2018 nennen.

Politisch liegen ihm drei Themen besonders am Herzen, das machte er bei seiner Bewerbungsrede im Mai in Lilienthal deutlich: das Bildungssystem, die Energiewende und die Agrarwende.

Gegen Ungleichheit in der Bildung

Beim Bildungssystem will er für die Beseitigung der sozialen Ungleichheiten eintreten, indem er Schulbücher als kostenlose Leihgabe, den Ausbau von Integrierten Gesamtschulen und kostenlose Schülerbeförderung aller Kinder fordert. In Sachen Kitas will Meyer eine bessere Personalausstattung zur Qualitätssicherung und einen schrittweisen Abbau der Gebühren. Beim Thema Energiewende will sich Meyer für einen Ausbau der Erneuerbaren Energien stark machen, ein Verbot des Frackings sowie die Reduzierung von CO2-Ausstoß im Verkehr erwirken. Dies solle durch mehr Mobilitätsangebote wie zum Beispiel E-Car-Sharing, Sammeltaxen und Stärkung des Schienenverkehrs erreicht werden.

In Sachen Agrarwende sei zwar schon sehr viel erreicht, aber auch noch viel zu tun, meint Meyer. So bemängelt er die Agrarsubventionen, die in anderer Weise verteilt werden müssten, um auch kleineren Bauern und Biohöfen ein auskömmliches Einkommen zu garantieren. „Das Tierwohl ist immer noch nicht wirklich umgesetzt, und die Verwendung der Pestizide muss dringend weiter eingeschränkt werden, da sie die Artenvielfalt reduziert und damit die Lebensgrundlagen der Menschen auf Dauer vernichtet“, so Meyer. Gleiches gelte auch für die Gülleausbringung.

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