Kinder aus Oytens sechs Kitas küren zum Leseprojekt-Abschluss Bilderbuch des Jahres

Das Chaosmonster triumphiert

Mit einem Vorlese-Aktionstag im Rathaussaal feierten die sechs Kitas aus der Gemeinde Oyten gestern den Projektabschluss der Initiative „Oytinchen liest“. - Foto: Keppler

Oyten - Lustig-lehrreiches zum Thema Aufräumen im Kinderzimmer: „Das Chaosmonster hilft“ von Elisabeth Zöller mit Illustrationen von Anne-Kathrin Behl haben die Kinder aus den sechs Kindertagesstätten in der Gemeinde Oyten zum beliebtesten Bilderbuch gewählt.

Im Rahmen eines Vorlese-Aktionstages, zu dem Bürgermeister Manfred Cordes die Kita-Kinder und ihre Erzieherinnen gestern ins Rathaus eingeladen hatte, wurde das „Oytinchen-Buch des Jahres“ gekürt und vorgestellt. Mucksmäuschenstill hörten die Kinder zu, als der Bürgermeister ihnen nochmal ihre Lieblingsgeschichte vom Chaosmonster vorlas.

Dem gestrigen Abschlusstag vorangegangen war das sechsmonatige Leseprojekt „Oytinchen liest“ mit dem Oytener Kuh-Maskottchen „Oytinchen“ als „Schirmherrin“ und initiiert von der pädagogischen Kita-Fachberaterin Gudrun Schütte und Gemeindebüchereileiterin Jana Siegert-Bondzio. Mit 350 Euro aus Mitteln des Landes Niedersachsen für das Konzept der Sprachbildung und -förderung in Kindertageseinrichtungen im Landkreis Verden wurden 24 ausgewählte Bilderbuch-Neuerscheinungen des vorigen Jahres angeschafft. In dreiwöchigem Rhythmus rotierten sechs Taschen mit jeweils vier Büchern ein halbes Jahr durch die sechs Kitas in der Gemeinde Oyten. Die Bücher wurden den Kindern vorgelesen, von ihnen intensiv durchgeblättert, angeschaut und dann je nach Gefallen bewertet.

24 Büchern wandern in die Regale der Kitas

„,Hoppla, ich habe Papa und Mama geschrumpft' von Franziska Gehm war unser zweiter Favorit“, verriet Gisela Wöbse-Vogel, die vor ihrem Ruhestand Erzieherin in der Kita Bassen war und die das Leseprojekt in diesem Jahr erstmals ehrenamtlich betreute.

Nach Abschluss der Aktion wurden die 24 Bilderbücher jetzt an die Kitas verteilt, wo sie dauerhaft ins Bücherregal einsortiert werden dürfen.

Die Neuerscheinungen für das Leseprojekt ausgewählt hatte ein Erzieherinnen-Gremium nach unterschiedlichen Kriterien. „Es wurde dabei Wert auf spezielle Themen gelegt, die im Alltag vorkommen, aber eben nicht alltäglich sind“, erläuterte Gisela Wöbse-Vogel.

„Neben der gesprochenen Sprache ist es wichtig, auch die geschriebene Sprache zu vermitteln, die ja immer ein wenig anders ist“, betonte Kita-Fachberaterin Gudrun Schütte, die hofft, dass das Projekt noch viele Jahre weitergeführt wird. Mit Leseinseln, einem lustigen Knietheater und Bewegungsspielen wurde gestern der Projektabschluss 2016 gefeiert – bevor es zum Mittagessen in die Kitas zurückging. 

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