Kandidat für den Oytener Gemeinderat

„Butzi“ Bohlmann (CDU): „Aus Dorfkindern werden Dorfmacher“

Michael Bohlmann mit Hund Josie
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Kandidiert für die CDU für den Gemeinderat in Oyten: Michael „Butzi“ Bohlmann.

Michael „Butzi“ Bohlmann ist ein Ur-Oytener und weiß, was in der Gemeinde los ist. Da nicht immer alles rund läuft, der 53-Jährige aber nicht nur meckern will, hat sich der Sagehorner für die CDU als Kandidat für den Gemeinderat in Oyten aufstellen lassen.

Oyten – Wenn Michael Bohlmann mit seinem Hund Josie Gassi in Sagehorn geht, kann es durchaus mal etwas länger dauern. Das liegt daran, dass der 53-Jährige, den die meisten nur „Butzi“ nennen, in Oyten bekannt ist, wie ein bunter Hund. Daher wird er auch immer wieder in Gespräche verwickelt, die sich nicht selten um Themen drehen, in denen es um die Belange in der Gemeinde Oyten geht. Dabei wird sich mitunter auch schon mal in Rage geredet. „Das gilt auch für mich. Aber meckern allein hilft ja nicht. Nein, man muss auch etwas tun“, erklärt Bohlmann. Und da der 53-Jährige seinen Worten Taten folgen lassen will, hat er sich erstmals als CDU-Kandidat für den Gemeinderat in Oyten aufstellen lassen.

Schon in der Vergangenheit war Bohlmann auf eigenen und auf Wunsch einiger CDU-Mitglieder kurzzeitig für die CDU aktiv, ehe er aus privaten Gründen sein Engagement eingestellt hatte. Doch in der letzten Zeit wurde er vermehrt auf eine Rückkehr angesprochen, sodass er ins Grübeln kam. „Ich bin beruflich schon eingespannt und habe auch sonst jede Menge um die Ohren“, sagt Bohlmann und verweist unter anderem auf seine Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr Oyten, der er bereits seit 1987 angehört. „Auch da gibt es jede Menge Arbeit“, verweist „Butzi“ zum Beispiel auf die zwingend erforderliche Gründung eines Fördervereins für die Freiwillige Feuerwehr Oyten, um den er sich kümmern wird, „damit wir dann auch hoffentlich viele Bürger der Gemeinde Oyten als fördernde Mitglieder gewinnen können, die dann natürlich dafür auch Spendenbescheinigungen erhalten können“. Nach Rücksprache mit seiner Frau Nadine war dann aber schnell klar, dass sich der 53-Jährige nun auch politisch engagieren will. „Ich habe nicht nur von ihr, sondern auch von vielen anderen zu hören bekommen, dass ich es machen soll. Zumal mir bescheinigt wird, dass ich gewisse Dinge nicht nur anspreche, sondern sie dann auch anpacke“, bezeichnet Michael Bohlmann sich dann auch eher als „Macher“.

Seit 1987 ist Michael Bohlmann Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Oyten

Der Ur-Oytener, der seit 1988 für die Achimer Firma Zeppelin Baumaschinen arbeitet und nach seiner 1987 abgeschlossenen Lehre zum KFZ-Mechaniker, Schwerpunkt Baumaschinen, wie es früher hieß, dort mittlerweile als Vertriebsleiter für Gebrauchtmaschinen im Innendienst tätig ist, will vor allem die in diesen Jahren gesammelte Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Menschen in die Kommunalpolitik mit einbringen. „Dabei will ich das Rad nicht neu erfinden. Zumal ich sicherlich noch einiges lernen muss. Und natürlich ist mir klar, dass eine Stimme im Rat nicht viel ist. Aber eventuell kann ich mit meiner offenen und direkten Art für ein gewisses Umdenken sorgen“, will sich Bohlmann auch vor unbequemen Themen nicht drücken. Eine Aussage, die nicht nur für den Fall des Einzugs in den Gemeinderat gilt. Nein, auch intern könnte es Gegenwind in der CDU geben, wie der 53-Jährige bestätigt: „Das habe ich auch im Vorfeld kommuniziert. Ich bin eben kein Ja-Sager. Daher sage ich immer, was ich denke. Aber ich lasse es mir auch sagen, wenn es falsch ist.“

Ich bin eben kein Ja-Sager. Daher sage ich immer, was ich denke. Aber ich lasse es mir auch sagen, wenn es falsch ist.

Michael Bohlmann

Problematisch ist für Bohlmann, dass es seiner Meinung nach innerhalb der Parteien teilweise zu eingefahren ist. Hier könnte frischer Wind für neuen Schwung sorgen. „Gerade im Hinblick auf den Nachwuchs ist es sehr wichtig, dass auch Zugeständnisse gemacht werden. Ansonsten verlieren die Jüngeren sehr schnell die Lust. Und das kann und darf nicht der Weg sein!“

Ortsumgehung ist dem 53-Jährigen ein großes Anliegen

Hinsichtlich seiner politischen Ziele hält sich der 53-Jährige im Vorfeld der Wahlen eher etwas zurück. Nur so viel. „Oyten braucht definitiv eine Ortsumgehung. Aber das wollen gewisse Leute nicht. Ich bin aber der Meinung, dass persönliche Interessen in diesem Fall zurückgestellt werden müssen“, so Bohlmann. Dass sich der Oldtimer-Liebhaber, der neben Lanz Bulldogs auch Mopeds aus der ehemaligen DDR sein Eigen nennen darf, auch in der Vergangenheit schon einige andere Entscheidungen für seinen Heimatort Oyten gewünscht hätte – daraus macht er überhaupt kein Geheimnis. „Das Feuerwehrhaus hätte für mich aus dem Ortskern rausgehört. An dem Platz wäre ein Dorfmittelpunkt, der sich auch für Feste geeignet hätte, wesentlich attraktiver gewesen.“ Auch die Platzierung des Bauhofs ist dem 53-Jährigen ein Dorn im Auge. „Das ist für mich kein schöner Anblick und Standort für einen Bauhof, der zudem noch aus allen Nähten platzt. Darum gehört er ausgesiedelt. Aber nein, er steht am schönsten Punkt von Oyten.“

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Gleichwohl will sich Michael Bohlmann nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern richtet seinen Blick in die Zukunft. „Auch wenn viele sagen, dass ich ja nicht aus der Politik komme, kann das doch auch eine große Chance sein. Schließlich gehe ich gewisse Dinge aufgrund der fehlenden Erfahrung politisch völlig unvoreingenommen an. Daher habe ich auch eine andere Sichtweise. Und das muss ja nicht schlecht sein“, weiß der 53-Jährige aus Gesprächen mit den Bürgern. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass es ihm ganz wichtig ist, dass er die Wählerstimmen nicht aufgrund seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bekommt: „Nein, ich würde es mir wünschen, dass sie mich wählen, weil sie es mir zutrauen, dass ich gewisse Dinge anspreche und sie dann auch erledige.“

Auch wenn viele sagen, dass ich ja nicht aus der Politik komme, kann das doch auch eine große Chance sein. Schließlich gehe ich gewisse Dinge aufgrund der fehlenden Erfahrung politisch völlig unvoreingenommen an. Daher habe ich auch eine andere Sichtweise. Und das muss ja nicht schlecht sein.

Michael Bohlmann

Letztlich will sich der Ur-Oytener Michael „Butzi“ Bohlmann im Vorfeld aber gar nicht erst verrückt machen und geht die neue Herausforderung darum relativ entspannt an. „Ich würde mich sehr freuen, wenn ich von den Wählern die Chance bekomme, auch das zu beweisen, was ich hier angedeutet habe. Sollte es am Ende nicht reichen und die CDU Oyten mir sagen, dass ich trotzdem in der Runde dabei bleiben soll, dann werde ich auch dabei bleiben.“

Bohlmanns Wunsch: Faire Zusammenarbeit unter den seriösen Parteien

Sollte es dann aber doch mit dem Einzug in den Gemeinderat klappen, ist es für Bohlmann ganz wichtig, dass es eine faire Zusammenarbeit unter den seriösen Parteien gibt. Und das jeder seine Meinung vertritt, aber keiner das für Bohlmann wichtige gemeinsame Ziel aus den Augen verliert. Schließlich geht es immer und ausschließlich um die ganze Gemeinde Oyten mit ihren Wählern, die den Ratsmitgliedern, egal welcher seriösen Partei, ihre Stimme geben.

Zum Schluss hat der 53-Jährige ein klares Motto: „Aus Dorfkindern werden Dorfmacher. Darum werden auf Worte auch Taten folgen.“ Dabei ist für Michael Bohlmann ganz wichtig, dass er für ehrliche Politik steht. Denn schon seine Mutter hat ihm eine klare Linie mit auf den Weg gegeben: „Du kannst jeden belügen, nur nicht dich selbst. Also stehe zu dem, was du sagst und tust!“

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