Bürgerinitiative hofft auf Variante 1

Bahnvertreter stellen Untersuchungen vor

Oyten - Ihre Untersuchungen von Alternativen in der Frage Sanierung oder Verlegung der Bahnstation Sagehorn haben die DB Station & Service AG (DBAG) und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) im Dezember in einer nichtöffentlichen Veranstaltung im Oytener Rathaus vorgestellt.

Das berichtet die Bürgerinitiative Bahnhof Sagehorn, die sich bekanntlich gegen eine Verlegung und für einen barrierefreien Ausbau der Bahnstation am jetzigen Standort einsetzt.

Neben Vertretern der DBAG, der LNVG und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (ZVBN), der Gemeindeverwaltung und der im Rat vertretenen Parteien nahm auch ein Vertreter der Bürgerinitiative (BI) Bahnhof Sagehorn an dem Treffen teil.

Vorgestellt wurden laut BI folgende Varianten: Barrierefreier Ausbau der Station am jetzigen Standort mit Verlegung der Gleise 3 und 4 zwecks Verbreiterung des Mittelbahnsteigs (nach Auffassung der BI die Ideallösung); Sanierung der Bahnstation am jetzigen Standort ohne barrierefreien Ausbau und ohne Verbreiterung des Mittelbahnsteigs sowie als dritte Möglichkeit die Verlegung der Bahnstation zur bestehenden Fußgängerbrücke Am Fuhrenkamp/Auf der Heide. Auch hier ist kein barrierefreier Ausbau vorgesehen. Die vorhandene Brücke soll lediglich auf jeder Seite zusätzlich einen Treppenaufgang erhalten. Ab Übergang in östliche Richtung sollen hier auf der Nord- und Südseite jeweils 220 Meter lange Bahnsteige entstehen.

„Alle übrigen Varianten für eine Sanierung am Standort scheitern am Veto der DB Netz AG wegen vermeintlicher Einschränkungen des Bahnbetriebes“, berichtet die Bürgerinitiative enttäuscht. Jetzt wolle die Gemeinde eine Informationsveranstaltung für alle Ratsmitglieder organisieren zur Vorstellung besagter Varianten sowie zur Präsentation der von der Gemeinde Oyten bei dem Planungsbüro „Bahnstadt“ in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie hinsichtlich der Erstellung der Infrastruktur (P+R-Anlagen, Fahrradstellplätze, Bushaltestellen, Anfahrtswege...) an einem möglichen neuen Standort.

Danach sei eine Bürgerversammlung geplant. Die Verwaltung werde für die Varianten 1 und 3 die jeweiligen volkswirtschaftlichen Gesamtkosten ermitteln, hat die Bürgerinitiative im Rathaus erfahren. Dabei sollen auch die Kosten für einen barrierefreien Ausbau am neuen Standort einfließen. Auf dieser Grundlage sollen dann die politischen Beratungen erfolgen und Fragen der Finanzierung zwischen den Kostenträgern (Bund, DBAG, LNVG, Land und Kommune) geklärt werden.

Die Bürgerinitiative pocht und hofft weiter auf die Realisierung von Variante 1, also den barrierefreien Ausbau am jetzigen Standort. Wie sie weiter vorgehen will, entscheidet die Initiative nach Worten ihrer Sprecher dann, wenn sie „Gewissheit darüber hat, ob die Mitglieder des Oytener Gemeinderats weiterhin zu ihren Aussagen stehen und eine Verlegung der Bahnstation geschlossen oder mit großer Mehrheit ablehnen“.

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