Bremer Krimiautorin Rose Gerdts stellt „Dornenkinder“ in Oyten vor

Nirgends ist heile Welt

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Rose Gerdts unterhielt in Oyten mit ihrem neuesten Kriminalroman.

Oyten - Bremen hat nicht nur Tatort-Kommissare wie Stedefreund und Lürsen, sondern auch Navideh Petersen und Frank Steenhoff. Auch sie sind Kriminalisten. Erfunden, doch auch ein wenig angelehnt an reale Personen hat sie Rose Gerdts-Schiffler, die als Autorin auf Wunsch von Verlagswerbern auf ihren Zweitnamen verzichtet. Am Montagabend las Rose Gerdts auf Einladung der Gemeindebücherei im Rathaussaal in Oyten aus ihrem neuesten Buch von Ende 2014. Das trägt den Titel „Dornenkinder“.

Es ist ihr sechster Kriminalroman. Abermals einer mit stark bremischem Bezug. Mit ihren Regional-Krimis liegt die Autorin im Trend. Kollegen wie der aus Westdeutschland zugezogene Ostfriese Klaus-Peter Wolf erklimmen mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten.

Gerdts schreibt mindestens so gut wie Wolf. Ihr Stil ist sachlicher und ihr Vortrag nicht übertrieben komödiantisch. Außerdem hat sie als ehemalige Gerichtsreporterin tiefe Einblicke in Justiz und Polizei gewonnen und ist in Bremen bestens vernetzt.

Eine Protagonistin in „Dornenkinder“ ist Elke Sander. Die Lehrerin unterrichtet an einer Bremer Schule. Die liegt nicht in Schwachhausen oder Oberneuland, sondern in einem sozialen Brennpunkt. Auch Pädagogen, denen das Engagement und die Ideale noch nicht abhanden gekommen sind, stoßen hier an Grenzen.

Eines Tages sind plötzlich Georgi und seine Zwillingsschwester Mia verschwunden. Elke Sander nimmt Kontakt auf mit der Familie, die aus Bulgarien stammt, und stößt dort auf elende Verhältnisse. Kurz nach dem Besuch der Familie ist Elke Sander tot. Ihre Leiche treibt im Wasser. Steenhoff und Petersen beginnen ihre Ermittlungen. Und erste Mutmaßungen bestätigen sich. Die Pädagogin Sander und ihre Schülerin Mia verband offenbar mehr als nur der Schulunterricht. Nirgends ist heile Welt. Noch nicht einmal auf Neuwerk, dem scheinbar so erholsamen Eiland direkt vor der Küste...

Zur Oytener Lesung von Rose Gerdts, die seit rund zwei Jahren Pressesprecherin der Bremer Innenbehörde ist, war nur ein Dutzend Zuhörerinnen gekommen. Die allerdings fühlten sich auf spannende Weise sehr gut unterhalten.

häg

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