„Bleibt im Gespräch mit Gott“

Bischof Trelle firmt zum ersten Mal Jugendliche in St. Paulus Oyten

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Bischof Norbert Trelle, Probst Bernd Kösling (links) und Diakon Hendrik Becker (rechts) mit den zehn Firmanden und Firmandinnen vor der katholischen Kirche St. Paulus in Oyten.

Oyten - „Ganz schön lang, so ein Firmgottesdienst“, war der Kommentar einer jungen evangelischen Dame, die zur Firmung ihrer katholischen Freundin eingeladen war. Insgesamt zehn Jugendliche firmte Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim am Samstag in der katholischen Kirche St. Paulus in Oyten.

„Es war das erste Mal, dass nach der Grundlegung von St. Paulus vor gut zwanzig Jahren eine Firmung gefeiert wurde“, betont Hendrik Becker, katholischer Diakon im Familiengarten Oyten. Die zehn Firmanden in St. Paulus waren Teil einer aus insgesamt 38 Firmanden und Firmandinnen bestehenden Gruppe der St.-Matthias-Gemeinde in Achim.

Bischof betont die Verpflichtung, die mit der Firmung einhergeht

Zwei Stunden dauerte der Gottesdienst am frühen Abend. „Wenn schon einmal ein Bischof da ist, dann muss er die Gelegenheit auch nutzen, etwas ausführlicher zu den Menschen zu sprechen“, so Becker. Und es waren nach seinen Worten viele Aspekte, die der Bischof den Jugendlichen mitgeben wollte: So nahm er unter anderem Bezug auf die Heiligsprechung der Hirtenkinder in Fatima in Portugal, die an diesem Wochenende stattfand. Unabhängig davon, ob man eine Marienerscheinung für möglich halte oder wie man sie sich vorzustellen habe, so gäbe es doch diese verdichteten Momente und Orte des Glaubens im Leben eines jeden Menschen, für die man sensibel sein solle, sagte Norbert Trelle.

Bischof Norbert Trelle nahm sich viel Zeit für Gespräche mit den Oytener Firmlingen.

„Bleibt im Gespräch mit Gott“, gab der Bischof den Jugendlichen mit. Und er erinnerte damit daran, dass die Firmung auch eine Verpflichtung beinhaltet. Bei ihm seien es die „Bettkantengespräche“ mit Gott gewesen, so Bischof Trelle: Am Morgen der Dank für den neuen Tag und am Abend auch der dankbare oder fragende Rückblick: Was war heute alles? Aber auch die Verbundenheit mit der Kirche sei wichtig: „Glauben geht nur in Gemeinschaft.“

Familiengarten St. Paulus hat für Trelle besondere Bedeutung

Der Familiengarten St. Paulus in Oyten stelle eine Klammer seines elfjährigen Bischofsdienstes im Bistum Hildesheim dar, erzählte Trelle: Der Familiengarten, ein kooperatives Projekt des Bistums Hildesheim und der Kommune Oyten, sei einer der allerersten Orte gewesen, an die er nach seiner Amtseinführung geführt worden sei. Und nun feiere er hier eine Firmung im Rahmen seiner voraussichtlich letzten Visitation... Denn der Bischof feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag und hat damit die übliche Pensionsaltersgrenze erreicht.

„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“, sind die Worte bei dem Akt der Firmung selbst, bei dem der Bischof den Jugendlichen die Hand auflegte und sie mit Chrisamöl salbte. Die Firmung ist das katholische Pendant zur evangelischen Konfirmation und nach Taufe und Erstkommunion der abschließende Initiationsritus in das Glaubensleben.

Firmgottesdienste finden meistens im Rahmen einer bischöflichen Visitation einer Kirchenregion statt. So wird Bischof Norbert Trelle im Rahmen dieser Visitation den Kirchenstandort Achim, aber auch den Kindergarten und Caritasbereich im Familiengarten St. Paulus in Oyten besuchen. Gespräche mit Vertretern und Vertreterinnen der kommunalen Politik sind meistens Bestandteil dieser Besuche.

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