Besucher der Kükenschau beobachten den Hühnernachwuchs beim Schlüpfen

„Piepshow“ in der Brutkiste

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Hartmut Cordes, sechsfacher Deutscher Meister mit seinen Araucanern, zeigt Jugendlichen bei der Kükenschau die flauschigen Jungtiere.

Oyten - Da leistet so ein Küken Schwerstarbeit, pellt sich mühsam aus dem Ei und erblickt als erstes – gespannt-erwartungsvolle Menschen. Das Beobachten von winzigen Araucaner-Hühnern beim Schlüpfen im Brutkasten war das Highlight für Besucher der Kükenschau, die der Rassegeflügelzuchtverein Oyten am Sonntag in der Schützenhalle Mühlentor in Schaphusen veranstaltete. Aufmerksam verfolgten die Gäste die „Piepshow“ der Küken in der Brutstation unter Rotlicht.

„Die Ausstellung ist ein voller Erfolg“, sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Hermann Fehsenfeld, „der Besuch ist gut.“ Viele Gäste drängten sich an der Brutmaschine, aber auch vor den Käfigen und Kisten mit Jungtieren.

„Wir stellen heute Eier und Küken von Hühnern, Zwerghühnern, Enten und Gänsen aus“, berichtete Züchter Fehsenfeld. Insgesamt zwölf verschiedene Rassen waren zu sehen. „Wir organisieren diese Schau jedes Jahr, um einmal in der Öffentlichkeit für unser Hobby zu werben und um die Tradition der Hühnerzucht aufrecht zu erhalten“, so Fehsenfeld.

Dass ausgerechnet der Nachwuchs der vielfach preisgekrönten Araucaner von Hühnerzüchter Hartmut Cordes in der Kükenschau vor Publikum schlüpfte, hatte die Natur so abgepasst. Hühnerküken schälen sich nach 21 Tagen aus dem Ei, Gänseküken schlüpfen nach 28 bis 32 Tagen. „Im Brutkasten herrschen genau 37,8 Grad Celsius Wärme. Bei dieser Temperatur fühlen sich die Küken am wohlsten“, schilderte Hartmut Cordes. Er muss es wissen, schließlich ist er bereits sechsmal Deutscher Meister mit seinen Araucaner-Hühnern geworden.

Fünf Küken habe er heute bereits verkauft, fügte Cordes hinzu. Wenn ein Züchter nationale Erfolge feiert und die bundesdeutsche Araucaner-Zuchtszene so beherrscht wie der Bockhorster Züchter, weckt das auch international Begehrlichkeiten. „Aus dem Ausland reisen die Leute an, um von mir Araucaner-Eier zu kaufen. Selbst aus Spanien kommen die Zuchtfreunde zu mir“, strahlte Hartmut Cordes zufrieden.

Besonders Jugendliche und Kinder faszinierten am Sonntag die kleinen flauschigen Küken mit ihrem gelb-wildfarbigen Federkleid. Manche Kinder streichelten gerne die flauschigen Körper. Und den Küken gefielen die Streicheleinheiten. Doch wieder zurück in der Kiste, schmiegten sie sich ebenso gerne unter dem warmen Rotlicht wieder an ihre Schwestern und Brüder an.

woe

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