Bauliche Erweiterung der Gesamtschule Oyten soll vor Sommerferien beginnen

Bagger in den Startlöchern

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Das Schulzentrum Oyten mit den geplanten baulichen Erweiterungen, die rosa markiert sind: hinter der Aula oben rechts das neue Jahrgangshaus für die IGS und links oben die Vergrößerung der Küche. Hellblau markiert sind die zur Absperrung vorgesehenen Baustellenbereiche.

Oyten - Die Baukosten sind auf 4,5 Mio. Euro gedrückt, letzte Brandschutzfragen mit der Genehmigungsbehörde geklärt – die Bagger stehen quasi in den Startlöchern. Mitte Juli, kurz vor Beginn der Sommerferien, will die Gemeinde Oyten loslegen mit der baulichen Erweiterung ihrer IGS um ein neues zweigeschossiges Jahrgangshaus und um eine Küche, die um mehr als das Doppelte vergrößert wird.

Über den aktuellen Planungsstand der Bauvorhaben an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Oyten informierte Daniel Moos, Fachbereichsleiter in der Gemeindeverwaltung, am Montagabend den Schulausschuss des Gemeinderates in seiner Sitzung im Rathaus. Im Wesentlichen hat sich an den Plänen, die das beauftragte Architekturbüro NPC aus Bremen den Politikern zuletzt im Dezember vorgestellt hatte, nichts geändert. Jetzt läuft der Bauantrag – „wir warten auf die Genehmigung“, sagte Moos. Durch Nachbesserungen in der Feinplanung sei bei der Kostenberechnung das politisch auf 4,5 Mio. Euro gedeckelte Budget erreicht worden. Entscheidend seien aber letztlich die Ausschreibungsergebnisse, „und die haben wir noch nicht“. Um die sechswöchigen Sommerferien voll für die ersten lärmintensiven Arbeiten zu nutzen, solle der erste Spatenstich auf jeden Fall vorher erfolgen. Insgesamt ist laut Moos mit einer Bauzeit von einem Jahr zu rechnen.

Das neue zweigeschossige Unterrichtsgebäude, das hinter der Aula auf dem rückwärtigen Schulgelände gebaut wird, bietet Platz für zwei Jahrgänge der wachsenden IGS, die mit jeweils sechs Parallelklassen in einer Jahrgangsstufe plant und die im Sommer ihren vierten Jahrgang einschult.

Die Baustellenzufahrt soll von der Lindenstraße aus eingerichtet werden.

Um die wachsende Zahl der warmen Mahlzeiten zubereiten zu können – in der ganztägigen IGS gehört das gemeinsame Mittagessen zum pädagogischen Programm –, wird die Küche den Anforderungen entsprechend im vorderen Bereich zur Seite hin erweitert. Auf eine Vergrößerung der Mensa wird verzichtet, stattdessen wird ab kommendem Schuljahr die Aula als Esssaal mit genutzt.

In der IGS werden sich ab September zum Mittagessen auch die 120 Kinder der benachbarten Grundschule Sagehorn einfinden, die bislang für den im Sommer startenden offenen Ganztagsbetrieb der Grundschule angemeldet wurden. Noch wartet die GS Sagehorn auf ihre Genehmigung als Ganztagsschule durch das Kultusministerium – aber die Signale aus Hannover seien positiv, erklärten Daniel Moos und Schulleiterin Antje Hugendick. Bis an der Grundschule eigene bauliche Lösungen realisiert werden können, gehen die Kinder mittags zum Essen ins Schulzentrum – „das passt vom Weg und von der Zeit her“, berichtete Hugendick von einem erfolgreichen Testlauf, „und das ist besser, als in unseren Klassenräumen zu essen.“

Nach Lehrerfortbildungen und Einrichtung schulinterner Planungsgruppen arbeitet die Grundschule Sagehorn mit Hochdruck an der personal- und zeittechnischen Strukturierung des Nachmittags bis 15 Uhr. „Familienähnliche Strukturen“ in den Jahrgangsforen und ein Mix aus Freispielzeit, Hausaufgabenbetreuung und Beschäftigungsangeboten schweben dem Kollegium nach Hugendicks Worten vor. Neben Lehrerstunden werden Stunden externer Kooperationspartner eingekauft, um den Ganztagskindern attraktive Angebote im künstlerisch-musikalischen Bereich zu machen. Bestehende Kooperationen mit Musikschule und Handballsparte sollen dabei auf jeden Fall mit einbezogen werden.

pee

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