Peter Müller informiert über Thema Behinderung

Wie barrierefrei ist Oyten?

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Gunther Hein, Peter Müller, Heinrich Osmers und Berta Mantey stießen auf reges Interesse mit ihrem Informationsstand (v.l.)

Oyten - Der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen (BfMD) Peter Müller und seine Vertreter im Oytener Rathaus hatten sich für den vergangenen Samstag eine Art von Öffentlichkeitsarbeit ausgedacht, die auf großes Interesse stieß. An einem Aktionsstand vor dem Rewe-Markt an der alten Hauptstraße war eine Transparentwand aufgebaut, auf der bewertet werden konnte, wie behindertenfreundlich Oyten ist, wie viele Schwachpunkte es gibt und ob es sogar derart zufriedene Menschen gibt, die nichts zu bemängeln haben.

„Mit Klebepunkten können die Leute signalisieren, wie es um die Behindertenfreundlichkeit im Ort bestellt ist und siehe da, es haben sich tatsächlich mehr als 100 Passanten geäußert“, erklärte Peter Müller. Heraus kam dabei, dass sich Oyten im guten Mittelfeld bewegt. Zudem stellte Müller fest: „Krasse Negativbewertungen gab es nur wenige, die aber im Gespräch durchaus nachvollziehbar waren und an die man anknüpfen muss, um sie zu beseitigen.“ Nur ganz wenige befanden, dass in Oyten alles zum Besten bestellt ist. „Junge Menschen konnten wir leider nur ganz wenige für unsere Aktion interessieren. Aber auch die werden irgendwann älter und dann bekommen Fragen wie Behindertentauglichkeit einen ganz anderen Stellenwert“, ist sich Peter Müller sicher.

Am Aktionsstand lagen diverse Info-Broschüren aus, die kostenlos mitgegeben wurden und daneben gab es zahlreiche gute Gespräche, in denen Bürger ihre Meinung äußerten. Kommt man ohne Schwierigkeiten ins Rathaus? Wie ist es um die Begehbarkeit der neu gestalteten Hauptstraße mit dem Zugang zu den Geschäften bestellt? Wie weit sind die Straßenübergänge voneinander entfernt und wie kommen Rollator- und Rollstuhlfahrer zurecht?

„Der Umbau der Hauptstraße war sehr aufwändig. Aber wird er wirklich auch den Ansprüchen von Behinderten gerecht? Viele Besucher unseres Informationsstandes haben das verneint. Es soll dort für Rollstuhlfahrer eine paar Barrieren in der Pflasterung geben, die nur schlecht zu überwinden sind. Darüber muss gesprochen und eventuell Abhilfe geschaffen werden um das großmöglichste Maß an Mobilität zu erreichen. Menschen mit Behinderungen muss die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Barrieren gilt es zu vermeiden und zu reduzieren“, forderte Peter Müller.

Der Beirat für Menschen mit Behinderungen arbeite eng mit dem Verein „Aktion Mensch“ zusammen, der sich für das Thema Barrierefreiheit bundesweit stark macht. Die „Aktion Mensch“ leistet den örtlichen Gruppen konkrete Hilfe für die Umsetzung von Barrierefreiheit vor Ort. „Es gilt, Schwachstellen zu benennen, um diese dann abzuschaffen und deswegen müssen wir Menschen mit Behinderung einbinden, denn nur diese wissen, wo man ansetzen muss“ sagte Peter Müller.

kr

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