Außensanierung der St.-Petri-Kirche abgeschlossen/ Morgen Dankgottesdienst

153 Jahre altes Bauwerk legt „Brautschleier“ ab

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Nach der Sanierung erstrahlt die St. Petri-Kirche Oyten in neuem Glanz. Von den Arbeiten an der Außenfassade zeugt nur noch eine verhüllte Seitentür (rechts).

Oyten - Erleichterung herrscht in Oyten darüber, dass es die ausführenden Firmen geschafft haben, vor dem Wintereinbruch die Außensanierung an der St.-Petri-Kirche abzuschließen. „Das war zwischenzeitlich keineswegs so sicher, denn nur bei frostfreier Witterung war es möglich, das Fugenwerk an den Außenmauern zu erneuern“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kirchengemeinde.

Erst am 14. November waren die letzten Gerüstteile vom Kirchengelände abgeholt worden, sodass die Gottesdienste wieder völlig störungsfrei stattfinden konnten. Bei genauerem Hinsehen vom Gerüst aus waren von den Verantwortlichen schließlich nicht nur am Mauerwerk, sondern auch bei einigen Fenstern, den (Regen-) Fallrohren sowie den Schallluken am Turm und beim Ziffernblatt an der Westseite des Turmes Schäden festgestellt worden, die nun im Zuge der Sanierung mit behoben wurden. Das alles hatte zusätzlich Zeit gekostet.

Über vier Monate war die Kirche eingerahmt von einem imposanten Baugerüst, das das historische Bauwerk noch etwas mächtiger als ohnehin schon erscheinen ließ. Einigen Besuchern, vor allem Hochzeitspaaren, eher ein Dorn im Auge, wirkte die weiße Hülle für andere wiederum wie eine kunstvolle Verschleierung, wie ein „Brautschleier“.

Erst bei genauerem Hinsehen wird deutlich, warum für die Sanierung der Fugen wie schon zuvor verschiedenfarbiger Mörtel verwendet wurde: kalk-weiß für die Mauerflächen und ein dunklerer Ton für die Rahmungen und Pfeiler. So wird durch den farblichen Kontrast die architektonische Unterscheidung zwischen den ebenen Mauerflächen und den Profilierungen von Fensterstürzen, Pfeilern und Gesimsen besser deutlich; ein Merkmal für den Baustil der St. Petri-Kirche. Die großen Fenster, die im Zuge der Sanierung gereinigt und teilweise repariert wurden, glänzen wieder und lassen das Sonnenlicht ungehindert einfallen. Neue Fallrohre aus Kupfer, ein neu vergoldetes Ziffernblatt an der Westseite des Glockenturmes sowie ein neuer Anstrich für die Schallluken haben die Baukosten auf annähernd 240000 Euro anwachsen lassen.

Für das nächste Jahr hat sich die Kirchengemeinde zusätzlich noch vorgenommen, die großen Portaltüren im Süden und Norden der Kreuzkirche restaurieren zu lassen.

In den zurückliegenden vier Monaten war es auch trotz der Rücksichtnahme der Bauarbeiter zu Behinderungen gekommen, insbesondere in der Woche und bei Trauerfeiern, für die dann die Arbeiten unterbrochen werden mussten. Jetzt dringt kein Regen mehr ins Mauerwerk der 153 Jahre alten Kirche.

Nach Fertigstellung der Außensanierung lädt die Kirchengemeinde ein zum festlichen Gottesdienst am 2. Adventssonntag um 10 Uhr. Dazu sind neben der Kirchengemeinde auch die Verantwortlichen des Amtes für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche Hannover, Vertreter der Klosterkammer Hannover und der Sparkassenstiftung sowie die Bauarbeiter und Restauratoren eingeladen. Die Kirchengemeinde bedankt sich noch einmal: bei allen, die bei unterschiedlichster Witterung gearbeitet haben, für das Verständnis der Gemeinde und den Förderern.

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