Ausschuss lehnt bauliche Veränderungen ab

Stader Straße bleibt unruhig

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Blick in die Stader Straße, eine Tempo-30-Zone. Wegen ständiger Übertretungen fordern Anwohner eine Verkehrsberuhigung. Doch die Verwaltung fürchtet Folgeanträge.

Oyten - Die Anlieger der Stader Straße müssen mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen in ihrer Straße leben. So sprach sich der Ausschuss für Umwelt und Gemeindeentwicklung der Gemeinde Oyten mehrheitlich gegen den Bau von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen aus, die der Verwaltungsausschuss vor zwei Jahren beschlossen, aber die Verwaltung bis heute nicht umgesetzt hat.

Die SPD votierte dafür, die CDU und die Grünen dagegen. Verwaltungs-Vize Axel Junge erklärte: „Der Verwaltungsausschuss hat sich auf drei Maßnahmen verständigt und die Kosten auf 15000 Euro begrenzt. Wegen Kapazitätsproblemen konnte die Maßnahme nicht zeitnah umgesetzt werden. Inzwischen fordern immer mehr Anlieger aus anderen Straßen mit Tempo-30-Zonen bauliche Veränderungen. Sagen wir zur Stader Straße Ja, kommen viele Folgeanträge.“

Deshalb schlug die Verwaltung vor, auf bauliche Maßnahmen zu verzichten und den Landkreis zu bitten in der Straße verstärkt die Geschwindigkeit zu messen. „Über den Vorschlag der Verwaltung ärgere ich mich. Die Stader Straße ist die Hauptzufahrt für das Sportzentrum und die Schule. Es ist alles ausdiskutiert. Nach einem Dialog mit allen haben wir die Kosten auf 15000 Euro gedeckelt. Wir sollten beim Beschluss von 2013 bleiben“, grantelte Ralf Großklaus (SPD). „Die Rechts-vor-links-Maßnahmen genügen. Der Landkreis sollte öfters kontrolliert. Wir als CDU sind gegen Baumaßnahmen auf der Straße“, sagte Norbert Neisen (CDU). „Die Stader Straße ist eine innerörtliche Straße. Da haben wir eben Straßenverkehr. Die eingerichteten Rechts-vor-links-Abzweigungen verhindern ein schnelles Fahren“, fand Marlies Gerken (Grüne).

Zudem diskutierte der Ausschuss auf Antrag der CDU die Installation einer Ladestation für Elektro-Automobile. „Ein sehr guter Vorschlag. Der könnte von mir sein. Aber wir sollten auch an E-Bikes denken“, schmunzelte Ralf Großklaus (SPD). „Wir begrüßen den Antrag“, so Marlies Gerken (Grüne). Insgesamt bewertete der Ausschuss den CDU-Antrag als eine gute Idee, doch will der Fachausschuss erst einmal auf eine EU-Verordnung warten, an der gearbeitet wird.

Vor der Sitzung mahnten in der Bürgerfragestunde Anlieger der Stader Straße Handlungsbedarf an. In der abschließenden Einwohnerfragestunde kritisierten Anlieger die Entscheidung des Ausschusses. Er sei sehr enttäuscht, erklärte ein Redner aus dem Publikum erbost.

woe

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