Verwöhnprogramm für Stupsnasen

Arche Oyten berichtet von vollen Ställen und Auffangstationen

Dieses Katzen-Trio ist der jüngste Zuwachs bei Ivonne Sommer. Eigentlich wollte die Vorsitzende und Gründerin des Vereins Arche Oyten auch die Katzenmama dazu einfangen. Die war allerdings nicht auffindbar.
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Dieses Katzen-Trio ist der jüngste Zuwachs bei Ivonne Sommer. Eigentlich wollte die Vorsitzende und Gründerin des Vereins Arche Oyten auch die Katzenmama dazu einfangen. Die war allerdings nicht auffindbar.

Oyten – Als Ivonne Sommer ein Hilferuf wegen einer Streunerkatze mit drei Kätzchen auf einem Firmengelände erreichte, zögerte die Vorsitzende und Gründerin des Vereins Arche Oyten nicht. Geplant war, die Katzenmama samt Nachwuchs einzusammeln, doch das Muttertier ließ sich nicht mehr blicken. Nun kommt nur das Baby-Trio in den Genuss des Verwöhnprogramms des Vereins, der sich um Wild- und Haustiere kümmert.

Kleine Stupsnasen, teils dreifarbiges Fell, zartes Maunzen – es sind zauberhafte Geschöpfe, doch auch diesen knurrt nachts der Magen. Solange unterbricht die Oytenerin gerne ihren Schlaf. Das ist anstrengend, schließlich geht Ivonne Sommer noch einem Vollzeitjob nach. Bei der Versorgung all ihrer Schützlinge wird sie insbesondere durch ihre Eltern unterstützt, denn die Arche befindet sich in dem gemeinsam bewohnten Elternhaus unweit der Anschlussstelle zur A1. Unübersehbar angesichts des neuen Graffito über eine komplette Gebäudewand.

Auch nachts brauchen die jungen Kätzchen Futter. Das bedeutet wenig Schlaf für die Oytener Tierfreundin.

So ein sicheres Zuhause hat die Katzenmutter nicht. Es handelt sich um eine Streunerkatze, die schon häufiger auf dem Firmengelände in Oyten gesehen wurde, berichtet Ivonne Sommer. Ihr Plan war, das Tier kastrieren zu lassen, doch es ließ sich nicht mehr blicken. So konnte sie nur den zu dem Zeitpunkt erst wenige Tage alten Nachwuchs einsammeln. Erst zwei Kätzchen, das dritte fand sie abends. Immer wieder sei sie danach noch zu der Firma gefahren, aber weitere Tiere habe sie nicht entdeckt.

Ein Fall von vielen, der für das Trio nach einem Happy End aussieht. Die Kätzchen fressen gut und entwickeln sich prächtig. Doch so endet es ohne menschliche Unterstützung nicht immer. „Das größte Problem ist, dass die Leute ihre Katzen nicht kastrieren lassen“, sagt Ivonne Sommer und appelliert an Katzenhalter, dies zu tun. Die Population wächst ansonsten unkontrolliert immer weiter. Werden Tiere dann aufgefunden und müssen irgendwo untergebracht werden, gibt es ein Problem. Gerade jetzt, weiß die Oytenerin.

„Sämtliche Auffangstationen sind voll. Entweder mit Igeln oder angeschafften Tieren, die keiner mehr haben will.“ Folgen der Pandemie und unüberlegten Handelns. Und wenn es auch noch einige Wochen dauert, mahnt sie schon jetzt: „Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke.“

Die Ställe und Gehege in der Arche sind voll. Auch diese hoppelnden Gefährten gehören zu den Bewohnern.

Die Ställe und Boxen der Arche Oyten sind voll. Unter anderem mit einer Widderdame und ihrem Nachwuchs, die teils noch ein neues Zuhause suchen. Diese und alle anderen Tiere können nicht alleine von Luft und Liebe leben, deshalb ist die Arche immer auch auf Spenden angewiesen. Schließlich fallen für Meerschweinchen, Laufenten, Pony und Co. immer wieder auch Tierarztkosten an.

Wer den Verein unterstützen möchte, kann dies mit Sachspenden, einer Patenschaft für ein Tier, als Mitglied des Vereins oder mit Geldspenden auf das Vereinskonto tun (IBAN: DE93 2915 2670 0020 5775 73 bei der Kreissparkasse Verden). Eine Kontaktaufnahme ist möglich per E-Mail an archeoyten@gmx.de oder unter Telefon 0172 / 3410889.

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