Arbeitskreis zeigt Ausstellung

Bauten spiegeln „Fischerhude im Wandel“

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Ein Plakat bewirbt die Ausstellung, die an diesem Sonntag eröffnet wird.

Fischerhude - Das Wümmedorf Fischerhude ist nicht nur an Wochenenden als Ausflugs-ziel sehr beliebt. Auch die Zahl der Neubauten zeigt: das Wohnen in Fischerhude ist ebenso attraktiv. Woher kommt diese Beliebtheit und wie kann man sie für die Zukunft bewahren?

„Der historisch gewachsene Dorfkern mit seiner einzigartigen Mischung aus bewirtschafteten Höfen, stilvollen Häusern, Freiflächen und Wegen im Ort und entlang der Wümme sowie der eindrucksvolle Baumbestand bilden die Schatztruhe des Ortes“, betont Barbara von Monkiewitsch vom Arbeitskreis Dorfentwicklung (ADF). Die Architektin und eine Gruppe weiterer engagierter Bürgerinnen und Bürger Fischerhudes haben sich im ADF zusammengefunden und die gestalterische und bauliche Entwicklung des Dorfes zu ihrem Thema gemacht.

Vom 13. September bis 8. November zeigen sie im Rahmen einer Fotoausstellung ausgewählte Beispiele der baulichen Veränderungen im Dorfkern Fischerhudes von früher bis heute, die zum Nachdenken anregen sollen: „Ansichten – Aussichten – Einsichten“ lautet der Titel der Ausstellung in der Galerie der Dorfbuchhandlung.

„Was ist im Ort gut gelungen – und was sollte und darf sich nicht wiederholen?, diese Frage stellt sich dem Betrachter von ganz alleine, so dass wir auf Kommentare bewusst verzichtet haben“, erläutert Hans-Jörg Wilkens vom ADF die Zielsetzung der Ausstellung. Der Bezug zur aktuellen politischen Diskussion um den Erlass örtlicher Bauvorschriften zum Erhalt des prägenden Ortsbildes sei durchaus beabsichtigt.

„Wir wollen das Thema in das breite Bewusstsein der Dorfgemeinschaft bringen und damit die Mitwirkung im öffentlichen Diskussionsprozess fördern, denn das geht uns alle an“, ergänzt Wilkens.

Die aktuelle Initiative des ADF um den Erhalt des Fischerhuder Ortskerns hat einen historischen Vorläufer: Bereits 1977 erteilte der damalige „Freundeskreis Fischerhude“, ein Zusammenschluss engagierter Fischerhuder und Bremer Bürger, einen Architektenauftrag zur Begutachtung der wertvollen Bausubstanz des Wümmeortes. Der Flecken Ottersberg unterstützte diese Initiative mit dem Ziel, ein Gesamtpaket von Bebauungsplan und Gestaltungssatzung zu erstellen. Im späteren politischen Diskussionsprozess fanden die gewonnenen Ergebnisse allerdings wenig Gehör.

Die jetzige Ausstellung nimmt Bezüge der damaligen Erhebung auf, orientiert sich aber gerade auch an der Bauentwicklung der letzten Jahre. Zu sehen sind unkommentierte historische Gemälde und Fotografien und jeweils dazu angefertigte aktuelle Aufnahmen, die einen eigenen Vergleich von alter zu neuer Baugestaltung ermöglichen sollen. Ausgelegt sind allgemeine historische Informationen aus fachlichen Quellen und aus der öffentlichen Berichterstattung zu diesem Thema.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag um 11.30 Uhr wird der Bremer Johannes Rehder-Plümpe von der Interessengemeinschaft Bauernhaus sprechen. Der Eintritt ist frei.

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