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Martina Osmers betreibt in Oyten einen Alpakahof

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Von: Bernd Hägermann

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Gruppenbild mit Alpaka: Hofinhaberin Martina Osmers und ihre kuschelige Bande.
Gruppenbild mit Alpaka: Hofinhaberin Martina Osmers und ihre kuschelige Bande. © Hägermann

Oyten - Wenn Martina Osmers die Mitglieder ihrer Alpaka-Herde zu sich ruft, klingt das wie aus einer Disney-Produktion. Zuerst ist Pocahontas, der Liebling aller, bei ihr, danach sind Tinkerbell und Sid zur Stelle. Eher gemächlich trottet Charlie Brown heran, dann gibt sich Alice die Ehre.

Deren Wunderland liegt in Oyten an der Achimer Straße und hat eine Fläche von 7 000 Quadratmetern. Seit 2013 ist es auch Alpaka-Land. Damals erwarb Martina Osmers die ersten drei Paarhufer. Deren ursprüngliche Heimat sind die peruanischen Anden. 

Wohl allerdings fühlen sie sich ebenso in der norddeutschen Tiefebene: „Alpakas“, sagt Martina Osmers, „sind extrem anpassungsfähig.“ Dazu niedlich mit ihren dunklen großen Augen, die mehr sehen als die von Menschen, neugierig und kindisch verspielt noch im fortgeschrittenen Alter. Alpakas haben eine Lebenserwartung von bis zu zwanzig Jahren.

Martina Osmers wuchs in einer von Landwirtschaft geprägten Familie auf. Eine enge Beziehung zu Tieren hatte sie von Kindesbeinen an, ihr erstes eigenes Fohlen mit sechs Jahren. Von den südamerikanischen Alpakas, die zunächst den Inkas als Wolle- und Fleischlieferanten dienten, hörte sie bewusst zum ersten Mal vor etwa fünfzehn Jahren. Das Interesse an den Tieren flaute danach nie wieder ab.

Als die junge Frau, die hauptberuflich in einem Büro arbeitet, bei einem bekannten Züchter ihre drei ersten Tiere gekauft hatte, war die kleine Herde schon auf Zuwachs geplant. Heute bevölkern insgesamt dreizehn Tiere – neun Stuten, vier Hengste – den Hof.

Neugierig und verspielt bleiben die Paarhufer bis ins hohe Alter.
Neugierig und verspielt bleiben die Paarhufer bis ins hohe Alter. © Hägermann

„Bei den Geburten meiner Alpakas gab es nie Probleme“, sagt Martina Osmers, klopft dabei auf Holz und gerät danach ganz allgemein über die Tiere ins Schwärmen: „Sie sind lieb und verträglich, haben ein ausgeprägtes soziales Verhalten und eignen sich sogar für therapeutische Zwecke.“

Osmers möchte in naher Zukunft Kontakt mit Seniorenheimen aufnehmen, um ältere Menschen und die „Delfine der Weide“, wie sie sagt, aneinander zu gewöhnen.

Schon jetzt sehr erfolgreich für jeweils kleine Gruppen mit zumeist Jüngeren sind am Wochenende Schnupperstunden auf dem Osmerschen Hof. „Mit wenigen Menschen ist das gegenseitige Erlebnis am intensivsten“, weiß Osmers.

Geschorenes Fell macht die Temperaturen für die Tiere erträglich. Durstig sind sie trotzdem.
Geschorenes Fell macht die Temperaturen für die Tiere erträglich. Durstig sind sie trotzdem. © Hägermann

Um die meisten Teilnehmer ist es nach der Schnupperstunde geschehen. Sie haben sich in die Alpakas verliebt. Nicht ganz unschuldig daran: Die großen dunklen, mit langen Wimpern gesäumten Augen der Tiere, die gleichermaßen freundlich und tiefgründig wirken.

Im Frühjahr war auf dem Alpakahof Oyten großer Schertag. Knapp zwanzig Minuten benötigte Martina Osmers für jedes Tier, um die Alpakawolle, die genau genommen ein Vlies ist, zu scheren.

Die typische Alpaka-Frisur: vorne lang, hinten kurz. Fotos: Hägermann
Die typische Alpaka-Frisur: vorne lang, hinten kurz. © Hägermann

Zu angenehm tragbaren und hochwertigen Kleidungsstücken verarbeitet wird das Material von Tina Mehrtens-Stecker. Auch sie wohnt in Oyten und hat sich auf das Spinnen und Färben von Wolle spezialisiert.

Angeboten werden die Produkte im kleinen Hofladen von Martina Osmers, der nach Vereinbarung öffnet.

Kontakt

alpakahof-oyten@web.de

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