„Alles etwas städtischer“

2. Bauabschnitt an Hauptstraße startet

Planer Peter Schatz (li.) und Bürgermeister Manfred Cordes stellten die Planung zur Attraktivierung der Hauptstraße im Kreuzungsbereich mit der Lindenstraße und der Dorfstraße vor.

Oyten - Oytens Ortskern wird wieder Baustelle: Ende Oktober startet die Umgestaltung der Straßenseitenräume rund um den Busbahnhof. In diesem nächsten Bauabschnitt der Hauptstraßen-Attraktivierung setzt sich die Boulevard-Optik fort und soll der Busbahnhof mit der angrenzenden Noch-Grünfläche an der Lindenstraße Platzcharakter erhalten. Baukosten: rund 810 000 Euro. Bauzeit: etwa vier Monate. Planer Peter Schatz vom Landschaftsarchitekturbüro WES stellte die Details zusammen mit Bürgermeister Manfred Cordes und seinen Amtsleitern im Rathaus vor.

Lange herrschte Stillstand in Sachen Umgestaltung der Oytener Ortsmitte. So lange, dass jetzt beinahe Stress aufkommt, mit dem 2. Bauabschnitt loslegen zu müssen, um die finanzielle Förderung nicht zu gefährden. Die ist bekanntlich üppig: Zu je einem Drittel zahlen Bund und Land im Rahmen des Programms „Stadtumbau West“ die Oytener Investitionen im Sanierungsgebiet Ortskern. Nur ein Drittel der Kosten finanziert die Gemeinde selbst.

Nachdem sich der Gemeinderat endgültig gegen einen Kreiselbau auf der Kreuzung Hauptstraße/Dorfstraße/Lindenstraße und gegen eine Verlegung des Busbahnhofs ausgesprochen hatte, kam dieses Jahr wieder Schwung in die – abgespeckten – Planungen. Jetzt steht der nächste Bauabschnitt bevor, der bis Februar auch immer mal wieder Verkehrsbehinderungen mit sich bringen wird.

Der Zeitplan ist nun stramm, weil mit dem Neubau des Penny-Marktes an der Ecke Hauptstraße/Dorfstraße verknüpft. Der Markt will im November eröffnen – und bis dahin soll der neue Hauptstraßen-Boulevard an dieser Stelle fertig bis um die Ecke gepflastert sein. Bislang endet Oytens moderne Bürgersteig-Optik am „Alten Krug“.

Nachdem der alte Penny-Markt an der Ecke Hauptstraße/Dorfstraße abgerissen wurde, ist der neue jetzt im Bau. Der Markt rückt dichter an den „Alten Krug“ heran, davor entstehen die Parkplätze.

Auf der anderen Straßenseite bleibt der Busbahnhof, wie er ist – „nur mit neuem Belag“, so Schatz. Seine Planung konzentriert sich auf die Gestaltung der Nebenflächen – „damit alles etwas städtischer wirkt“. Der Boulevard zieht sich deshalb bis in die Lindenstraße. Hier wird der kleine Platz hinter dem Busbahnhof frei geräumt von Grün und Fahrradständern, um wie aus einem Guss mit dem Busbahnhof einen Platzcharakter zu entwickeln, der vor allem bei den dreimal jährlichen Stadtfesten zum Tragen kommen soll. Mit eingebunden wird laut Schatz auch der Hof Schwarmann und sein Mini-Wochenmarkt an der Lindenstraße. „Wir wollen mehr zusammenhängende Flächen erzeugen“, sagt der Planer. Das Ganze barrierefrei, mit mehreren Bänken, neuem Grün und einem Ambiente, das mehr Aufenthaltsqualität im Ortskern bieten soll.

Straßenraum zum Wohlfühlen – das Konzept zieht sich von der Hauptstraße über die Einmündungen Dorfstraße und Lindenstraße bis in die alte Hauptstraße in Höhe Volksbank durch. Neuanpflanzungen mehrerer Bäume wie schon entlang der Hauptgeschäftsstraße sollen die Optik rund machen.

Der Oytener Busbahnhof soll mit dem angrenzenden kleinen Platz an der Lindenstraße (rechts), von dem das Grün verschwindet, als zusammenhängende Fläche gestaltet werden, die auch für größere Veranstaltungen im Ortskern genutzt werden kann. 

Noch kein Zeitfenster gibt es für den 3. Bauabschnitt an der Hauptstraße – die Schaffung eines Marktplatzes hinter der Sparkasse und dem zum Abriss vorgesehenen alten Aldi-Markt. Die Realisierung dieses Herzstückes der städtebaulichen Ortskern-Attraktivierung scheitert bislang noch an verkehrsbehördlich akzeptablen Lösungen für den Kreuzungsbereich der Landesstraße in Höhe Stader Straße. Daran werde jetzt mit Nachdruck gearbeitet, versicherte Vize-Verwaltungschef Axel Junge. Die städtebaulichen Fördermittel stünden Oyten auch über das ursprünglich anvisierte Ende der Förderperiode im Jahr 2017 hinaus zur Verfügung, ergänzte Bauamtsleiter Michael Rath. 

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