Adele Meyer feiert heute im Haus Lueßen in Sagehorn ihren 101. Geburtstag

Sie liebt die Geselligkeit

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Ihren 101. Geburtstag feiert heute Adele Meyer in Lueßen’s Privat-Altenpension. Eine der ersten Gratulantinnen wird Heimleiterin Margret Lueßen sein.

Oyten - Sie liebt die Geselligkeit, gutes Essen und freut sich sehr, wenn Besuch kommt – und sie feiert heute ihren 101. Geburtstag: Adele Meyer, die ihren Lebensabend in Lueßen’s Privat-Altenpension in Oyten-Sagehorn verbringt.

Die gesundheitlichen Spuren der Jahre sind ausschließlich ihrem hohen Alter geschuldet: „Mit 101 springt man einfach nicht mehr umher wie vielleicht noch mit 80, das ist ganz normal“, sagt Margret Lueßen, Chefin der Pflegeeinrichtung. Adele Meyer schätzt die tägliche Ansprache und Fürsorge und legt großen Wert auf das morgendliche Begrüßungsritual im Hause mit den Erkundigungen nach dem gegenseitigen Befinden und der einen oder anderen herzlichen Umarmung. „Bewohner, die so alt werden, geistig noch rege sind und die kleinen Freuden des Alltags genießen, sind unsere Visitenkarte“, freut sich Margret Lueßen und ergänzt: „Einen 101. Geburtstag feiern wir nicht alle Tage. Das ist etwas ganz Besonderes. Wenn man bedenkt, was diese Menschen in ihrem Leben alles gesehen haben, wird man ganz andächtig.“

Adele Meyer, geborene Schnackenberg, kam am 17. Februar 1915 auf dem elterlichen Hof in Wilstedt zur Welt. Als junges Mädchen besuchte sie die Wanderhaushaltsschule in Tarmstedt und absolvierte eine hauswirtschaftliche Ausbildung. Eine bäuerliche Haus-Werkprüfung ging dem Besuch der Landwirtschaftlichen Haushaltsschule in Stade voraus. Ihre erste Stelle als Haustochter trat sie in Rieda im Altkreis Stade an.

Beim Tanz lernte sie 1937 ihren späteren Ehemann, den Lehrer Heinrich Meyer, kennen und lieben. 1938 war Hochzeit und ein Jahr später bekam das junge Ehepaar die erste von drei Töchtern. Der Zweite Weltkrieg bedeutete Trennung für die kleine Familie, denn Heinrich Meyer musste an die Front und Kriegsdienst leisten. Adele Meyer suchte Zuflucht bei ihrer Familie in Wilstedt. Dort konnte sie mit ihrem Kind bleiben und die Kriegsjahre verbringen, bis ihr Mann unversehrt zurückkehrte, was sie als großes Glück empfand. Sie unterstützte ihn bei seiner Arbeit, die Schulen im Altkreis Stade wieder aufzubauen, und war viele Jahre als Handarbeitslehrerin in Zeven tätig. Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie lange Zeit allein, bis ein Sturz betreutes Wohnen unverzichtbar machte. Die Wahl fiel auf Oyten, denn hier lebt ihre Tochter Ute, die sie täglich besucht.

kr

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