Landwirte engagieren sich

80 Trecker bringen Heu ins Krisengebiet: Futterspende für das Ahrtal

 Traktorgespann
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80 Traktorgespanne mit Futterspenden machen sich Anfang September auf den Weg ins Ahrtal. Damit unterstützen hiesige Landwirte die Berufskollegen im Krisengebiet.

Hilfe für das Ahrtal: Diese Idee beschäftigt mehrere Landwirte aus den Kreisen Verden und Osterholz. Geplant ist ein Futterspendentransport.

Oyten/Ottersberg – Ein beeindruckender Konvoi von rund 80 Traktorgespannen mit 2000 Ballen Heu und Silage an Bord wird sich Anfang September auf den Weg ins Ahrtal machen. Den Futterspendentransport in die von der Hochwasserkatastrophe betroffene Krisenregion in Rheinland-Pfalz stellen hiesige Landwirte auf die Beine.

„Ruhe bewahren und dann helfen, wenn die Hilfe benötigt wird“, das hatten sich die Landwirte nach Worten von Cornelius Traupe, Sprecher der Initiative, vorgenommen. „Um den betroffenen Berufskollegen wirklich zu helfen, muss die Hilfe genau da ankommen, wo sie gebraucht wird“, erklärt Traupe.

Entsprechend sorgsam planten die Initiatoren Cord Meyer (Höperhöfen), Cord Meyer (Stapel), Cord Hoops (Jeerhof), Claus Tietjen (Lilienthal), Harm Heimsoth (Völkersen), Dirk Gieschen (Quelkhorn) und Cornelius Traupe (Oyten) den Futtertransport ins Krisengebiet nach Rheinland-Pfalz. Da alle Akteure in dem Aktionsbündnis „Land schafft Verbindung“ sehr engagiert und gut vernetzt sind, „wurden die Kontakte in den Süden schnell geknüpft“, so Traupe. Nachdem die Bedarfe ermittelt waren, organisierten die Landwirte über ihre sozialen Netzwerke bei ihren Kollegen in den Landkreisen Verden, Rotenburg und Osterholz die Futterspenden und disponierten die Ladungen für die Traktorgespanne.

Aufbruch ins Ahrtal: Spendenkonto für Diesel eingerichtet

Solidarität und Hilfsbereitschaft sind riesig: Als Ergebnis der vereinten Bemühungen wird in den frühen Morgenstunden des 4. September ein Konvoi mit etwa 80 voll beladenen Treckergespannen ins Ahrtal aufbrechen, in dem das Hochwasser neben Gebäuden und Infrastruktur auch einen Teil der Ernte vernichtet hat. „Allein das geladene Futter kostet in der Herstellung rund 50.000 Euro und jedes Gespann hat dazu etwa 1000 Euro an Kosten“, macht Traupe die Dimension der Spendenaktion deutlich. Aber: „In der Landwirtschaft ist es normal, sich in einer Krise unbürokratisch zu helfen“, betont der Oytener.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Verden: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Wer die helfenden Landwirte mit einer Geldspende beispielsweise für die Dieselkosten unterstützen möchte, kann seinen Beitrag auf das Konto mit der IBAN DE 19 2915 2670 002056 1445 (Empfänger Harm Heimsoth) überweisen. „Finanziell unterstützt wird diese Aktion ebenfalls durch einige Firmen aus der Region, die der Landwirtschaft sehr nahe stehen“, ergänzt Traupe.

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