2CV-Club veranstaltet großes Enten-Treffen auf Backsberg / „Wie Urlaub“

Ente gut, alles gut

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Christian Müller-Pluntke aus Rosengarten mit seiner Ente, Baujahr 1958.

Oyten - Einsteigen, anschnallen, losfahren; ohne viel Elektronik das Fahrgefühl hautnah spüren und dabei jede Menge Spaß haben – das erleben nach eigenen Worten Besitzer des 2CV Citroens, im Volksmund Ente genannt. Am Wochenende hatte der 2CV-Entenclub Bremen zum großen Enten-Treffen auf den Oytener Backsberg eingeladen.

Nach Worten von Friedhelm Lacina vom Gastgeber „kommen die Leute aus dem gesamten Bundesgebiet. Man kennt sich inzwischen untereinander. Die Leute kommen her, um sich auszutauschen und um ihre Erlebnisse mit anderen zu teilen.“ Ente fahren sei reines Fahrgefühl, schwärmt Lacina von seinem Auto. Und ergänzt: „Der 2CV überzeugt mit seinem zeitlosen Design. In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hat Citroen die Produktion eingestellt. Aber immer mehr interessieren sich die Leute für das Modell, das sich zu einem Kultauto entwickelt hat.“ Mit der steigenden Nachfrage steige auch der Preis: „Seit einigen Jahren steigt der Preis für Enten. Wer heute eine kaufen möchte, der muss 5000, 10000 oder auch 15000 Euro hinlegen.“

Beim Treffen geht es gemütlich zu. Viele reisen mit der ganzen Familie an. Während die Erwachsenen vor ihren Wohnwagen oder Zelten sitzen, ins Gespräch kommen, in der Sonne baden oder grillen, laufen die Kinder quer über den Platz, entdecken Baumstämme oder anderes, auf dem sie herumklettern und was sich gerade zum Spielen eignet.

„Für uns sind die Treffen wie Urlaub. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre“, so Lacina, der den 2CV wegen der besonders einfachen Technik schätzt. Wer also ein wenig handwerkliches Geschick hat, der kann vieles an seiner Ente selber reparieren. Die Grundkonstruktion stammt aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg aus dem Jahr 1936. Die hat sich seitdem in ihrem Aussehen nur leicht verändert.

Eine Ente im Originalzustand fährt Christian Müller-Pluntke aus Rosengarten. „Die habe ich bei jemandem aus der Scheune gerollt, in Einzelteile zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut. Und sie läuft. Auf der Autobahn fahre ich damit mit 95 km/h hinter den Lastern her“, schmunzelt der stolze Enten-Besitzer. Sein Citroen lief im Jahr 1958 als Kastenwagen vom Band – genau in dem schmuddeligen Grauton, den er heute noch aufweist. „Mir gefällt meine Ente. Und hinten drin kann man schlafen“, schwärmt Müller-Pluntke.

woe

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