Oytener Unternehmen Doyma siedelt Bienenvolk auf Betriebsgelände im Gewerbepark an

20 000 neue Arbeiterinnen am Werk

Beim Freisetzen und Ansiedeln des Bienenvolks auf dem Doyma-Werksgelände helfen der Imker und Faltenwespenbeauftragte des Landkreises Verden, Eckhard Jäger, und seine Tochter Jasmin Jäger. Fotos: Tobias Meints/Doyma

Oyten – Die Biene gilt als drittwichtigstes Nutztier nach Rind und Schwein. 80 Prozent der Nutzpflanzen in Europa sind darauf angewiesen, von Bienen bestäubt zu werden: „Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar für die biologische Artenvielfalt und damit letzten Endes für unser Überleben“, betont Tobias Meints vom Oytener Unternehmen Doyma.

Der alteingesessene Betrieb an der Industriestraße hat sich international einen Namen mit Dichtungs-, Rohrdurchführungs- und Brandschutzsystemen gemacht und beschäftigt 210 Mitarbeiter in Produktion, Entwicklung und Vertrieb.

Auf ihrem Gelände hat die Doyma bereits Blühstreifen als Bienenfutter angelegt, und jetzt hat Gesellschafterin Kerstin Ihlenfeldt-Wulfes auch einen Bienenstock auf dem Betriebsgelände aufstellen lassen – „um einen aktiven Beitrag gegen das Bienensterben zu leisten“, berichtet Tobias Meints, Marketingleiter des Unternehmens.

Ideale Standortbedingungen zur Ansiedlung eines Bienenvolks machte Kerstin Ihlenfeldt-Wulfes demnach auf den Ausgleichs- und Grünflächen aus, die die Doyma in Verbindung mit dem Neubau ihres großen Verwaltungsgebäudes auf dem Werksgelände anlegen ließ. Also nahm die Unternehmenschefin Kontakt mit dem Oytener Imker Andreas Dotzauer auf. Dotzauer, der als Professor hauptberuflich das Laboratorium für Virusforschung an der Universität Bremen leitet, betreibt die Imkerei als Hobby und widmet seine Freizeit dem Schutz der Bienen als einem lebenswichtigen Teil des Öko- und Agrarsystems.

Anfang Mai siedelte Dotzauer ein Volk im Bienenhaus auf dem Doyma-Firmengelände an. Unterstützung bekam er von seiner Ehefrau Gisela, seinem Imker-Kollegen Eckhard Jäger sowie von Kerstin Ihlenfeldt-Wulfes selbst und deren Tochter Jennifer. „Das Aufstellen des Bienenstocks und Ansiedeln der Tiere war nicht nur ein spannendes, sondern durch die zahlreichen Informationen auch ein lehrreiches Erlebnis“, resümiert Unternehmenssprecher Meints auch im Namen seiner Chefin.

„Aktuell zählt das Bienenvolk rund 20 000 Bienen und wiegt etwa zwei Kilogramm“, informiert Meints. Im weiteren Verlauf soll sich die Anzahl der Tiere auf 50 000 erhöhen. Dazu trägt die Bienenkönigin bei, die bis zu fünf Jahre alt wird und täglich etwa 2000 Eier legt. Die Arbeiterinnen, die nur einige Wochen leben, versorgen den Bienenstock mit Pollen und Nektar blühender Pflanzen aus der näheren Umgebung und stellen so die Nahrungsversorgung sicher. „Dabei erbringen die Tiere eine beachtliche Leistung: Eine Arbeitsbiene absolviert täglich 40 Flüge in einem Radius von drei Kilometern und bestäubt etwa 100 Blüten“, schildert Meints beeindruckt.

Mit dem Bienenvolk auf dem Werksgelände wolle das Unternehmen Doyma ein weiteres Zeichen nachhaltigen Handelns setzen und zum Erhalt der unverzichtbaren Bienen beitragen, deren Existenz durch den Einsatz von Pestiziden, den übermäßiger Anbau von Monokulturen und durch die Klimaerwärmung bedroht sei.  pee

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