„1:0 für ein Willkommen“: DFB-Stiftung zeichnet Bassener TSV-Initiative aus

Junge Flüchtlinge über Sport ins Dorfleben einbeziehen

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Horst Lemmermann, der Kreisvorsitzende des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) überreichte dem TSV Bassen-Vorsitzenden Marcus Neumann (rechts) die Gratifikation der DFB-Stiftung.

Bassen - Der TSV Bassen wurde von der DFB-Stiftung Egidius Braun für die Flüchtlingsinitiative „1:0 für ein Willkommen“ ausgezeichnet.

Fußballverbands-Kreisvorsitzender Horst Lemmermann überreichte dem hoch erfreuten Bassener Vereinsvorsitzenden Marcus Neumann den dazugehörigen Scheck über 500 Euro am Rande eines Kreispokalendspiels vor zahlreichen Zuschauern.

Der TSV Bassen hat 1100 Mitglieder, von denen über 500 in der Fußballsparte aktiv sind. Derzeit gibt es acht Herren- und ein Frauenteam, die bis hinauf zur Bezirks- und Landesebene spielen.

Als Unterbau weist der Verein diverse Mannschaften aus, die teilweise in einer Jugendspielgemeinschaft und teils eigenständig gegen den Ball treten. Auch Mädchen-Teams gehören dazu.

Seit Februar leben in dem 3300-Seelen-Dorf Bassen auch 20 junge, männliche Flüchtlinge aus Ländern wie Somalia und Eritrea in einer Gemeinschaftsunterkunft. Noch 36 Flüchtlinge kommen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2015 hinzu.

Schon beim ersten Kennenlernen stellte der TSV-Vorsitzende den Flüchtlingen die Optionen im Verein vor. Parallel sammelten Mitglieder Ausrüstungsgegenstände für sportliche Aktivitäten, um den Ankömmlingen adäquate Bekleidung offerieren zu können.

Der TSV Bassen möchte den jungen Männern nun die Chance geben, sich durch Mitwirken am Training und auch durch Spiele auf der Vereinssportanlage aktiv am Gemeinschaftsleben des Dorfes zu beteiligen.

Die gemeindeeigene und vom TSV verwaltete Sportanlage verfügt über zweieinhalb offizielle Spielfelder und ein Nebenfeld für Trainingseinheiten. Das halbe Spielfeld wird für den Jugendbereich und für Kleinfeld-Spiele genutzt.

Mit zum Training und

Hilfe bei Behördengängen

Auf dem gesamten Areal dürfen die Flüchtlinge nun allein kicken. Sie sollen aber auch an die Gemeinschaft der Fußballer Anschluss finden und sind zum Training eingeladen.

Weiter bieten Neumann und die TSV-Sozialwartin Unterstützung bei Behördengängen an. Allen ist es wichtig, dass die jungen Männer möglichst schnell am Dorf- und Sportgemeinschaftsleben teilnehmen. Nach den Strapazen der Flucht aus ihrer Heimat sollen sie es jetzt angenehmer haben.

Ein Teil des von der DFB-Stiftung zur Verfügung gestellten Geldes wird ebenfalls zum Kauf von Ausrüstungsgegenständen für die neuen Sportler verwendet.

Aktuell sind sechs Flüchtlinge im Alter von rund 25 Jahren beim TSV Bassen aktiv. Für sie wurden beim Niedersächsischen Fußballverband (NFV) schon Spielerpässe beantragt.

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