TSV Posthausen feiert 100-jähriges Bestehen und plant viele Jubiläumsveranstaltungen

Die Zahl 19 – mehr als das Gründungsjahr

Ein Ausflug steht vor der Tür: Gerda Kanowski mit der Ankündigung für die Radtour am 1. Mai. Foto: woelki

Posthausen - Von Tobias Woelki. Wie die Zeit vergeht! Und auf einmal steht ein Jubiläum vor der Tür. Nicht irgendeines, sondern noch dazu ein runder Geburtstag. Denn in diesem Jahr feiert der 493 Mitglieder zählende TSV Posthausen sein 100-jähriges Bestehen. Klar, dass sich der Vorstand um die Vorsitzende Gerda Kanowski eine Menge Aktionen einfallen ließ, um das Jubiläum zu feiern.

Das Jubiläumsjahr nahm auch auf der jüngsten Jahreshauptversammlung einen breiten Raum ein. Außerdem bestätigten die Mitglieder bei den Wahlen den Vorstand, darunter auch Kassenwart Bernd Köster, im Amt.

Mit dem Vorbereiten von Vereinsfesten kennt sich die erste Vorsitzende aus, denn die 75-Jahr-Feier des Vereins vor 25 Jahren bereitete sie als Vereinsvorsitzende ebenfalls schon vor. Am 10. August ab 14 Uhr lädt Kanowski zum Festakt mit geladenen Gästen in der Festscheune auf dem Heimathausgelände ein. Daran schließt sich eine Disco für Kinder von 19 bis 21 Uhr. Danach feiern die Erwachsenen auf der „Rot-Weißen“-Sommernachtsparty.

Wie ein roter Faden zieht sich eine Reihe von Veranstaltungen durch das Jubiläumsjahr. Bereits im Februar fing es an mit dem Fußballturnier der zweiten Herrenmannschaft. An nächsten Aktionen bietet der TSV am 27. April von 17 bis 21 Uhr Tanzen für die Jüngsten und einen Disco-Fox-Kurs in der Turnhalle. Für den 1. Mai, ab 11 Uhr, lädt der TSV zum Radfahren mit anschließendem Frühschoppen auf dem Anwesen der ersten Vorsitzenden ein.

Die Zahl 19 spielte bei der Vereinsgründung eine wichtige Rolle. Denn im Jahr 1919 (auf den Tag genau: am 1. Oktober) hoben 19 Gründer, darunter zahlreiche Kriegsteilnehmer und Heranwachsende der nachfolgenden Generation, in einer ehemaligen Gastwirtschaft gegenüber der Kirche den Turnverein aus der Taufe. „Damals startete der Verein unter dem Gründungsvorsitzenden Hermann Böckmann mit Turnen und Laufen. Im Jahr 1925 erhielt der Turnverein eine eigene Fahne“, erzählt Gerda Kanowski.

In den Folgejahren zeichneten sich Hinrich und Hermann Jäger sowie Hinrich Küsel als erfolgreiche Strecken- und Staffelläufer aus, die selbst im Hamburg einen Staffellauf gewannen. 1930 zählte der Verein 55 aktive Turner. 1932 kam eine Damenriege dazu, die bis zum 1. April 1934 existierte.

In der späten NS-Zeit und den Kriegsjahren kam der Vereinsbetrieb zum Erliegen. Doch bereits im Spätsommer 1945 reaktivierte Gastwirt Johann Gätje den Verein. Ab 1946 kam Fußball dazu. „Damals tauschten sie Speck oder Schnaps gegen Bälle“, so Kanowski. 1962 erweiterte der TSV sein Angebot um die Tischtennis-Sparte, die bis heute erfolgreich mit Teams bis auf Bezirksebene vertreten ist.

Nach mehreren Jahrzehnten Pause gibt es seit 1979 wieder Turnen. 1972 bekam der TSV eine Turnhalle, 1987 einen zweiten Sportplatz und vor wenigen Jahren einen Bolzplatz. Seit 2000 betreibt der TSV den Jugendtreff JPP im ehemaligen Spielkreis-Gebäude.

Seit 1993 leitet Gerda Kanowski den Verein und gilt als eine der dienstältesten Vorsitzenden in der Sportregion. Vor ihr war ihr verstorbener Ehemann Jürgen Kanowski von 1979 bis 1993 Vorsitzender.

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