Wümmeschüler erarbeiten Jubiläumsheft „Schulgebäude Am Brink 9“

Jugendliche tauchen ein in 100 Jahre Schulgeschichte

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Die Schüler Lena Kuhlmann, Miriam Rosenbrock, Alexander Kück, Markus Bartels und Lehrerin Marie Renken (v.l.) geben ihrer Veröffentlichung zur hundertjährigen Schulgeschichte am Computer den letzten Schliff.

Ottersberg - Von Ute Fetkenhauer. Der Countdown läuft, doch zurzeit sitzen die vier Hobbyhistoriker der Klasse 10R1 der Wümmeschule noch gelassen vor den Computern und kontrollieren alte Grafiken und Bauskizzen.Gemeinsam mit ihrer Lehrerin, Marie Renken, arbeiten sie an einem Heft über die komplette Schulentwicklung der vergangenen hundert Jahre, das in wenigen Wochen zur Jubiläumsfeier der Bildungseinrichtung präsentiert werden soll.

Seit Monaten widmen sich Markus Bartels, Alexander Kück, Lena Kuhlmann und Miriam Rosenbrock aus der Arbeitsgemeinschaft Geschichte ihrer selbst gestellten Aufgabe, den Werdegang der Schule anhand von Dokumenten, Aufzeichnungen und Fotos zu demonstrieren. „Wir haben uns diese Arbeit am Anfang leichter vorgestellt“, betonen die vier einstimmig. Besonders das Befragen von Zeitzeugen und Historikern empfanden die 16-Jährigen als nicht so einfach.

Spannend hingegen war der Besuch beim Kreisarchivar Rolf Allerheiligen. Allerdings gab es beim Lesen der alten Akten ein wesentliches Problem, denn viele Aufzeichnungen sind in Sütterlin verfasst, eine Schrift, die den Schülern völlig fremd erschien.

Auch der Gebäudemanager Heiko Szczesny im Ottersberger Rathaus gewährte Einsicht in alte Bauunterlagen der Schule. In den nächsten Tagen will das AG-Team die annähernd hundert Fotos von Günther Wiggers und dem ehemaligen Lehrer Dietrich Ostmann sichten und ordnen. „Eine große Aufgabe“, sagt Marie Renken, „denn mit ihrer Auswahl entscheiden die Schüler, welche Bilder veröffentlicht werden sollen.“

Das gesamte Projekt bedeutet für die vier viel mehr als nur einen Ausflug in eine völlig fremde Welt. Sie tauchten ein in die Anfänge der siebenklassigen Volksschule, mit antiquiertem Mobiliar und streng geregelten Ablauf des Unterrichts und bekamen dadurch eine ganz neue Sichtweise auf ihre heutige Bildungsanstalt. „Wir lernen heute im Luxus, den gab es damals ja gar nicht. Ich könnte mir einen Unterricht in einer kleinen Schule mit engen Klassenräumen und Holzpulten gar nicht vorstellen“, sagt Miriam.

Rückblickend finden die vier Schüler den Streifzug in die Vergangenheit sehr spannend. „Die Gruppenarbeit hat richtig Spaß gemacht“, meint Lena Kuhlmann, „man muss sich allerdings engagieren.“

Nun fiebern alle dem 4.Juli entgegen, denn an diesem Tag wird ihr Heft mit dem Titel „Schulgebäude Am Brink 9“ vorgestellt.

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