Förderbescheid über 3,15 Millionen Euro

Hochschule Ottersberg: Wissenschaftsminister Thümler „schwer begeistert“

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Den Ottersberger Hochschulcampus der Zukunft erläuterte Architekt Andreas Oevermann dem Niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler (re.) im Beisein von Hochschulleiter Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke (li.).

Ottersberg - „Rauschende Kunst- und Theaterfeste“ habe die Hochschule in ihrer über 50-jährigen Geschichte ja allerhand erlebt. „Noch nie jedoch gab es solche Freude am Beginn einer intensiven Arbeitsstrecke, die uns alles abverlangen wird“, sagte Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke, Akademische Hochschulleitung und Geschäftsführung, mit feinem Augenzwinkern.

Einen wesentlichen Beitrag zur Festlaune an der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) leistete am Montagmittag Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur: Er überbrachte höchstpersönlich den Förderbescheid über rund 3,15 Millionen Euro für den Neubau eines Forschungstrakts an der HKS.

Um sich zukunftsfähig und wegweisend aufzustellen, wird an der staatlich anerkannten Hochschule mit rund 350 Studierenden geklotzt, nicht gekleckert: Für ihren im Aufbau befindlichen Forschungsschwerpunkt „Künstlerische Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention“ will die HKS am Hochschulcampus Große Straße optimale räumliche Voraussetzungen schaffen. Rund 3,5 Millionen Euro wird der Neubau des Forschungstrakts kosten, den der Berliner Architekt Andreas Oevermann geplant hat.

90 Prozent der neuen Forschungseinrichtung werden aus öffentlichen Geldern finanziert: 50 Prozent kommen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und 40 Prozent vom Land Niedersachsen. Zehn Prozent der Baukosten finanziert die private Hochschule aus eigenen Mitteln.

Auf 1264 Quadratmetern und drei Etagen entstehen Labore, Studios und Ateliers für interdisziplinäre künstlerische Arbeit und für Aufgaben des Forschungsteams.

Zur Feier des Förderbescheids aus den Händen von Wissenschaftsminister und Projektbefürworter Thümler veranstaltete die Hochschule einen kleinen Festakt, zu dem Hochschulleiter Rummel-Suhrcke neben seinem Kollegium und dem Studentenausschuss auch Vertreter aus Landtag, Kreisverwaltung und Gemeinde Ottersberg begrüßte. 

„Der Campus wird sich sehr stark verändern in den nächsten Jahren“, so Rummel-Suhrcke. Denn der Forschungstrakt sei nur der erste von drei geplanten Bauabschnitten. Nach dessen Inbetriebnahme 2020 will die HKS den Verwaltungs- und Seminartrakt baulich angehen, danach das Mehrzweckgebäude samt neuer Aula.

„Schwer begeistert“ zeigte sich Wissenschaftsminister Björn Thümler von dem, „was an dieser Hochschule geleistet wird“, und von ihrem erfolgreichen Fördergeldantrag. Überhaupt „müssen wir viel mehr über das reden, was wir in Hochschulen tun. Wissenschaftstransfer ist ja kein Selbstzweck, sondern Mehrwert für die Gesellschaft“, sagte Thümler.

Die HKS in Ottersberg steht für soziale Innovationen und gehört europaweit zu den größten Ausbildungsstätten der Kunsttherapie. Als weitere Studiengänge bietet die HKS Soziale Arbeit, Tanz- und Theaterpädagogik sowie Freie Bildende Kunst an.  

pee

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