Neuer Forschungstrakt „sehr gelungen!“

Wissenschaftsminister besucht Ottersberger Hochschule

Besichtigung im Forschungstrakt
+
Im Tanzsaal des neuen Forschungstrakts hatte die Hochschulleitung um Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke (li.) eine mediale Präsentation für Wissenschaftsminister Björn Thümler (3.v.li.) und MdL Axel Miesner (3.v.re.) vorbereitet.

Ottersberg – „Sehr gelungen!“ – Schwer beeindruckt von Architektur und Ausstattung zeigte sich der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler am Montag bei der offiziellen Einweihung des Forschungstrakts der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen (HKS). In die Gestaltung des Neubaus, so stellte der Minister beim Rundgang mit der Hochschulleitung anerkennend fest, sei ordentlich „Gehirnschmalz“ investiert worden.

Und außerdem viel Geld: 4,2 Millionen Euro kostete dieser erste von drei Bauabschnitten zur Campus-Erweiterung an der Großen Straße.

Die Investitionskosten tragen zu 90 Prozent der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Niedersachsen. Zweimal war die Fördersumme wegen unvorhergesehener Baukostensteigerungen erhöht worden – auf insgesamt rund 3,7 Millionen Euro. „Dafür sind wir sehr dankbar“, betonte Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke, Akademische Hochschulleitung und Geschäftsführung, gegenüber dem Wissenschaftsminister.

Ihren Eigenanteil finanziert die private Hochschule aus dem Verkaufserlös des Altcampus am Wiestebruch, der schrittweise aufgelöst wird und zurzeit noch die Verwaltung beherbergt.

Die Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen mit rund 350 Studierenden hat europaweit einen Namen als innovative Ausbildungsstätte für Kunsttherapie und bietet verschiedene Bachelor- und Masterstudiengänge zu Kunst, Theater, Tanz, sozialer Arbeit und Freier Bildender Kunst an. Der letzte Besuch von Förderer Thümler datierte von Januar 2019 – damals überbrachte er den Zuschussbescheid für den Neubau des Forschungstrakts.

Wie schon das Richtfest vor knapp einem Jahr musste jetzt auch die Einweihung wegen der Corona-Pandemie in ganz kleinem Rahmen gefeiert werden. Zu viert führte die Hochschulleitung den Ehrengast aus der Landesregierung zusammen mit dem hiesigen CDU-Landtagsabgeordneten Axel Miesner durch den dreigeschossigen Neubau. An verschiedenen Stationen wurden aktuelle Forschungspositionen medial präsentiert, das HKS-Kollegium war zwischenzeitlich virtuell aus dem Homeoffice zugeschaltet.

Das vom Berliner Architekten Andreas Oevermann entworfene Forschungsgebäude kannte Thümler bis dato nur als kleines plastisches Modell. „Wie groß das eigentlich ist“, wurde dem Minister am Montag deutlich: „Sehr beeindruckend!“

Auf rund 1200 Quadratmetern sind Labore, Studios, Ateliers, Tanz- und Theatersäle für interdisziplinäre künstlerische Arbeit und für Aufgaben des Forschungsteams im Rahmen des HKS-Forschungsschwerpunkts „Künstlerische Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention“ entstanden.

Die Optik sei geprägt von „industrieller Ästhetik“, erläuterte Rummel-Suhrcke. Die Außenfassade aus petrolfarbigem Metall sowie viel sichtbarer Beton im Inneren stünden für die „raue Ehrlichkeit, die wir brauchen, gerade in den Atelierbereichen“.

Die schnörkellose Schlichtheit mit viel Licht und Luft soll kreative Denk- und Schaffensprozesse beflügeln. Inspirierend sind die bodentiefen Fenster mit Blick in die Wiesen, architektonisches i-Tüpfelchen ist das teilverglaste zackenförmige Sheddach, das das große Malatelier mit Nordlicht flutet.

In Betrieb gegangen ist der Forschungstrakt zu Beginn des Sommersemesters Anfang März. „Coronabedingt finden die künstlerisch-praktischen Lehr- und Forschungsveranstaltungen aber nur in Kleingruppen statt; ganz überwiegend wird hochschulweit Online-Lehre angeboten“, so Rummel-Suhrcke.

Im Oktober soll bereits der an das Forschungsgebäude anschließende zweite Bauabschnitt der Hochschulerweiterung bezugsfertig sein. Hier werden Verwaltungs- und Seminarräume Platz finden. Mit dem dritten Bauabschnitt – einem Mehrzweckgebäude samt neuer Aula – soll am Campus Große Straße möglichst nächstes Jahr die Zusammenführung der bisherigen zwei Hochschulstandorte abgeschlossen werden.

Von Petra Holthusen

Die Dachkonstruktion, die das große Malatelier mit Nordlicht flutet, zog die besondere Aufmerksamkeit und Bewunderung des Ehrengastes aus Hannover auf sich.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Bayern feiern Titel mit Gala - Lewandowski-Tore 37, 38, 39

Bayern feiern Titel mit Gala - Lewandowski-Tore 37, 38, 39

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Vettel ohne Chance bei nächstem Hamilton-Sieg

Vettel ohne Chance bei nächstem Hamilton-Sieg

Meistgelesene Artikel

Brutaler Überfall in Kirchlinteln: Täter fesseln älteres Ehepaar und Enkel im Haus

Brutaler Überfall in Kirchlinteln: Täter fesseln älteres Ehepaar und Enkel im Haus

Brutaler Überfall in Kirchlinteln: Täter fesseln älteres Ehepaar und Enkel im Haus
Verdener Verwell steht in den Startlöchern: Neue Corona-Verordnung lässt hoffen

Verdener Verwell steht in den Startlöchern: Neue Corona-Verordnung lässt hoffen

Verdener Verwell steht in den Startlöchern: Neue Corona-Verordnung lässt hoffen
„First Dates“: Kuss für Tanja aus Dörverden? Andreas kennt nur ein Thema

„First Dates“: Kuss für Tanja aus Dörverden? Andreas kennt nur ein Thema

„First Dates“: Kuss für Tanja aus Dörverden? Andreas kennt nur ein Thema
Lockerungen für Gastronomie ab Montag: Restaurants in Verden reagieren

Lockerungen für Gastronomie ab Montag: Restaurants in Verden reagieren

Lockerungen für Gastronomie ab Montag: Restaurants in Verden reagieren

Kommentare