Förderverein Otterbad stellt bei Versammlung steigende Mitgliederzahlen fest

Es wird lösungsorientiert gedacht

Kay Schulze, Betriebsleiter des Ottersberger Otterbades erläuterte auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins Maßnahmen, um das Bad zukunftsfähig zu machen. - Foto: Keppler

Ottersberg - Ottersberg ohne sein Otterbad wäre nicht vorstellbar. Der Stellenwert dieser Freizeiteinrichtung ist hoch. Wie hoch, das zeigte sich am Samstag während der Mitgliederversammlung des Fördervereins, der sich im Februar diesen Jahres gegründet hatte, um eine drohende Schließung zu verhindern und das Schwimmbad zukunftsfähig zu machen.

Zählte die Organisation zur Gründungsversammlung 66 Mitglieder, so konnte der Verein, dessen Vorsitz Stefan Bachmann innehat, bei der jetzigen Versammlung schon 125 Mitglieder verzeichnen.

Für Aufmerksamkeit sorgte ein druckfrischer Flyer, den Badleiter Kay Schulze und Sarah Bräuning aus seinem Team den Mitgliedern vorstellten. Ansprechend aufgemacht, stellt die kleine Broschüre die Notwenigkeit des Schwimmbads in den Vordergrund. Die unverzichtbare Einrichtung bezüglich der örtlichen Infrastruktur wird darin mit Fotos illustriert und mit kurzen Texten informativ erläutert.

Auch die Zielsetzung des Fördervereins wird erwähnt, wonach das Bad als wichtige Institution im öffentlichen Leben Ottersbergs beschrieben wird. „Ihr habt euch damit richtig Mühe gegeben und dieser Flyer steht dem Verein gut zu Gesicht“, lobte Stefan Bachmann.

Badbetriebsleiter Kay Schulze kam mit einem umfangreichen Vortrag zu Wort. „Ein kostendeckendes öffentliches Bad gibt es bundesweit nicht. Nirgendwo. .

Ein Abriss der teilweise stark renovierungsbedürftigen Gebäude sei keine Lösung, dafür sei die Nachfrage der Nutzer viel zu groß. Umnutzung zu privat betriebenen Spaßbädern mit Saunalandschaften, Wellnesspark und Ferienhütten mit hohen Eintrittsforderungen auch nicht.

„Kein Ottersberger Nutzer würde 35 Euro Eintritt zahlen, um seinen Badespaß und Schwimmvergnügen zu haben.“ Kay Schulze ging ausführlich auf die Bemühungen des Schwimmbadteams ein und ließ darin die Arbeit des neuen Fördervereins nicht unerwähnt, das Otterbad zukunftsfähig zu machen. Er wartete dabei mit einem komplizierten Zahlenwerk auf, das sich aus Personalkosten, Einnahmen, Ausgaben, Optimierungen und Eigenleistungen zusammensetzte.

Kay Schulze ging an die Anfänge seines Einstiegs in die Leitung des Ottersbades zurück und erinnerte an widrige Begleitumstände wie Rohrbruch der Hauptwasserleitung, Einbrüche mit Tresor und Kassenautomat weg, die ihn und sein Team aber nicht davon angehalten haben, sich mit allen Kräften für den Erhalt des Bades einzusetzen und es so attraktiv wie möglich für die Nutzer zu machen.

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Bad voran zu bringen und mit Hilfe des Fördervereins wird es uns auch gelingen“, schwor der Badbetriebsleiter die Anwesenden ein.

Im Anschluss an die Versammlung wurde zu einer Betriebsführung eingeladen, wobei auch Einblick in die Technik des Schwimmbades geboten wurde. - kr

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