Ottersberger FDP strebt mit Köntges und Jürgens Wiedereinzug in Gemeinderat an

„Wir wollen die Mitte sein“

Hendrik Jürgens (li.) und Horst Köntges, beide in Quelkhorn zu Hause, wollen möglichst zu zweit für die FDP in den Ottersberger Gemeinderat einziehen. - Foto: Holthusen

Ottersberg - Seit der Wahl 2011 ist die FDP nicht mehr im Ottersberger Gemeinderat vertreten – magere 1,2 % reichten vor fünf Jahren nicht mal für den bis dato behaupteten einen Sitz im Kommunalparlament. Das soll sich im Sog des jüngsten FDP-Aufwärtstrends und mit frischem personellen Wind vor Ort bei der Kommunalwahl am 11. September ändern: Möglichst zu zweit wollen Horst Köntges und Hendrik Jürgens in den Gemeinderat einziehen. „Ich hoffe auf 8 %. 10 % wären noch schöner“, geht Köntges die Sache optimistisch an.

Köntges (67) zog vor 25 Jahren nach Quelkhorn und ist, seit er Susanne Mahnke heiratete, quasi mit dem halben Dorf verwandt. Und spätestens seit er vor zehn Jahren mal für eine Periode in den Ortsrat Fischerhude gewählt wurde, ist er für viele im Ort „der von der FDP“, deren Ortsverband er auch vorsitzt. Jetzt will es der dreifache Großvater und Rentner, der im Berufsleben Diplom-Ingenieur war, kommunalpolitisch nochmal wissen: Er kandidiert für die FDP bei der Kommunalwahl für den Kreistag, den Gemeinderat und den Ortsrat.

Das alles im Doppelpack mit Hendrik Jürgens (38). Der Rechtsanwalt, verheiratet und Vater einer vierjährigen Tochter, ist gebürtiger Bremer, verbrachte seine Jugend in Quelkhorn, zog dann in den Landkreis Rotenburg und kehrte 2008 nach Quelkhorn zurück, um hier eine Familie und seine – inzwischen nach Bremen verlegte – Kanzlei zu gründen. Jürgens' politisches Interesse erwachte während des Jura-Studiums. Er ist immer noch FDP-Kreisvorsitzender im Landkreis Rotenburg, wo er 2013 auch als Landtagskandidat antrat, ist Mitglied des erweiterten FDP-Landesvorstandes und aktiv in der Liberalen Mittelstandsvereinigung Bremen.

„Ich gebe ein bisschen mehr Gas, als meine Frau das gut findet“, sagt Jürgens über seinen ehrenamtlichen Zeitaufwand. Aber „wenn man was mit Herzblut macht, ist das eben so“. Als Parteifunktionär jenseits der Kreisgrenzen aktiv, strebt der 38-Jährige seine ersten politischen Mandate jetzt in seiner Heimatgemeinde und auf Verdener Kreisebene an. Das liberale Engagement in verschiedenen Kreisen ist für Jürgens kein Problem – als Vertreter einer kleinen Partei denkt der FDP-Mann ohnehin in Bezirken: „Wir sind untereinander alle gut befreundet und unterstützen uns.“

Auch im Gemeinderat will die FDP nicht als Einzelkämpfer vertreten sein, sondern möglichst zu zweit den Wiedereinzug schaffen, um als Partner ernstgenommen zu werden und auch etwas bewegen zu können: „Wir wollen eine Wahloption sein für die, die die CDU-Mehrheitsfraktion kritisch sehen, die aber nicht rot oder grün wählen“, so Jürgens. „Wir sind Freunde sachlicher Politik – wir wollen die Mitte sein und können je nach Sache auch mal sehr rot oder grün sein“, ergänzt Köntges, dem Parteienklüngel oder das aktuelle Hickhack um den Ottersberger Kreisel ein Graus sind. Jürgens findet die Projektierung der neuen Sporthalle hinterfragenswürdig. Beide bezeichnen sich als Pragmatiker mit Sparsinn.

Am Bahnhof weitere mittelständische Betriebe ansiedeln; Ottersberg so attraktiv machen, dass die, die hier studieren, auch hier wohnen wollen; für die bauliche Gestaltung und den Tourismus in Fischerhude ein „großes Ganzes“ statt Flickwerk entwickeln – das wären für Köntges und Jürgens Ansatzpunkte ihrer Ratsarbeit. Unter www.umfrage-ottersberg.de lotet die FDP aktuell gerade aus, wie zufrieden die Bürger mit Kinderbetreuungs- und Bildungsangeboten, mit Verkehrswegen und generell der Lebenssituation vor Ort sind und welche Verbesserungsvorschläge sie haben.

Die Wahlversammlung der Ottersberger FDP mit offizieller Nominierung der Kandidaten beginnt am Dienstag, 19. Juli, um 19.30 Uhr bei Horst Köntges, An der Surheide 21 in Quelkhorn. Weitere Kandidatinnen und Kandidaten, die sich „ideologiefrei und sachorientiert“, so Köntges, für ihren Ort engagieren wollen, sind willkommen und können per E-Mail an: Koentges.FDP@online.de Kontakt aufnehmen.

pee

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