Ortsräte und Umweltschutzausschuss beschäftigen sich mit Ottersberger Dauerbrennern

Was in Sachen See und Krähen so geht

Bis in den Ottersberger Ortskern haben sich die Krähen ausgebreitet – am Donnerstag sprechen Ortsrat und Umweltschutzausschuss mit einer Vertreterin der Unteren Naturschutzbehörde über rechtliche Möglichkeiten der Vergrämung. 
Archivfoto: Woelki
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Bis in den Ottersberger Ortskern haben sich die Krähen ausgebreitet – am Donnerstag sprechen Ortsrat und Umweltschutzausschuss mit einer Vertreterin der Unteren Naturschutzbehörde über rechtliche Möglichkeiten der Vergrämung. Archivfoto: Woelki

Ottersberg – Gleich zwei scheinbar unendliche Geschichten stehen – mal wieder – zur politischen Beratung an: Die ungeliebten Ottersberger Krähenkolonien, die den Ortskern mit Lärm und Kot überziehen, und der Otterstedter See, der trotz winterlicher Bentophos-Behandlung diesen Sommer wieder mit Blaualgen zu kämpfen hat, sind die Themen einer gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Ottersberg und Otterstedt sowie des Gemeinderatsfachausschusses für Umweltschutz und Landschaftspflege am Donnerstag, 17. September. Beginn ist um 19 Uhr in der Aula der Wümmeschule. Die Sitzung ist für interessierte Bürgerinnen und Bürger öffentlich.

Mit möglichen Maßnahmen zur Vergrämung von Krähenkolonien, gegen deren Ausbreitung im Ortsbild sich bereits eine Bürgerinitiative gegründet hat, hatte sich der Ottersberger Ortsrat zuletzt im Juni beschäftigt. Damals beschlossen die Ortspolitiker, beim Landkreis Verden Maßnahmen zur Vergrämung der Krähen im Ortskern zu beantragen sowie einen Runden Tisch mit Bürgern und Verwaltungsvertretern einzurichten.

Ganz viel passiert ist seitdem offenbar nicht. Zur Sitzung am Donnerstag ist nun eine Vertreterin der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Verden eingeladen, „um mit ihr die rechtliche Situation und mögliche Maßnahmen zu erörtern“, wie es in den Sitzungsunterlagen heißt.

Was das weitere Vorgehen in Sachen Otterstedter See betrifft, so hat die Gemeindeverwaltung nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit den politischen Fraktionen gemeinsame Ziele und weitere Schritte formuliert.

Ziele sind demnach die Gesundung des Sees und die Verbesserung der ökologischen Qualität durch den forcierten Abbau der Sedimentschicht im See sowie die nachhaltige Sicherstellung von Badebetrieb, Naherholungsfunktion und Gaststättenbetrieb. Dafür sollen ein Gesamtkonzept und ein Maßnahmenplan erstellt werden.

Beim niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat der Flecken Ottersberg bereits 2019 einen Antrag auf finanzielle Förderung von Vorhaben der Seenentwicklung gestellt. „Der Antrag hat die Kontrolle der Blaualgenentwicklung im Otterstedter See, Sofortmaßnahmen und Strategien für eine dauerhafte und nachhaltige Sicherung der Nutzbarkeit des Badegewässers zum Inhalt“, so Bauamtsleiter Ralf Schack. Für die im Einzelnen geplanten Untersuchungen und Maßnahmen wurden Kosten in Höhe von 449 225 Euro ermittelt. Mitte Juni dieses Jahres hat das NLWKN Schack zufolge den Förderbescheid erteilt. Von den vom Flecken ermittelten Kosten seien 390 915 Euro als förderfähig anerkannt worden. Die Zuwendung belaufe sich damit auf 351 823 Euro – 97 401 Euro seien aus dem Gemeindehaushalt zu finanzieren.

Der Einsatz eines Projektsteuerers werde vom Landesamt auf jeden Fall empfohlen. Nächster Schritt sei deshalb, die Auftragsvergabe an einen Projektsteuerer vorzubereiten, so Schack.  pee

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