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Von Meridianen und Mudras

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Yogi Vidyananda im Austausch mit den Lehrgangsteilnehmerinnen.
Yogi Vidyananda im Austausch mit den Lehrgangsteilnehmerinnen. © Woelki

Fischerhude – Fast jeder macht irgendwann mal mit ihm Bekanntschaft: dem Rückenschmerz. Die Ursachen sind vielfältig. Neben einseitiger Belastung und Bewegungsmangel können auch psychosomatische Faktoren als Auslöser eine Rolle spielen. Dem Rückenschmerz, der durch Stress, Angst oder übermäßige Anspannung entstehen kann, mit energetischen Methoden aus der Yoga- und Meditationslehre zu begegnen, war jetzt inhaltlicher Schwerpunkt einer Fortbildung für Übungsleitungen und weitere Interessierte aus Sportvereinen der Region.

Dazu hatte Tobias Woelki, Fachwart Gesundheitssport im Turnkreis Verden des Niedersächsischen Turnerbundes (NTB), am Wochenende in die Vereinsturnhalle des TSV Fischerhude-Quelkhorn eingeladen.

Als namhafter Experte reiste Yogi Vidyananda, mit bürgerlichem Namen Rainer Kersten, aus dem Oldenburger Land an. Der gefragte Meditations- und Gesundheitslehrer mit bewegter Vergangenheit als Elitepolizist und Personenschützer ist als Fachübungsleiter und Fortbildungsreferent für verschiedene Sportverbände tätig.

„Die Resonanz auf den Lehrgang war enorm“, freut sich Tobias Woelki. Das Thema habe viele angesprochen. „Eigentlich war zunächst eine eintägige Fortbildung am Samstag vorgesehen. Aber innerhalb weniger Tage hatten uns die Anmeldungen überflutet. Es zeichnete sich schnell ab, dass die Fortbildung überbucht sein würde. In Abstimmung mit dem Referenten haben wir uns entschlossen, die Fortbildung am Sonntag ein zweites Mal anzubieten. Auch dieser Zusatztermin war schnell ausgebucht“, schildert der Fachwart Gesundheitssport im Turnkreis, der am ersten Tag 20 und am Folgetag 22 Teilnehmende zu dem Lehrgang begrüßen konnte. Der Großteil sei aus dem Landkreis Verden und der Region gekommen. Aber auch Teilnehmerinnen aus Neustadt am Rübenberge und Lunestedt im Landkreis Cuxhaven seien in Fischerhude angereist.

„Die Teilnehmenden erlebten eine spannende Fortbildung, aus der sie für sich vieles mitnehmen konnten, um es in ihrem Alltag einzubauen“, resümiert Woelki. Theorie- und Praxisanteile hätten sich dabei abgewechselt.

Rainer Kersten ging auf asiatische Gesundheitsmodelle ein, streifte die Lehre von Chakren (Energiezentren), Meridianen (Energieleitbahnen) und Mudras (symbolische Handgesten) und demonstrierte nachmittags eindrucksvoll sein energetisch-therapeutisches Können an Teilnehmenden, die sich dafür zur Verfügung stellten.

„Im Kern erlernten die Teilnehmenden unterschiedliche Atemtechniken, die sie in ihrem Alltag praktizieren oder als Übungsleitende in ihren Gruppen anwenden können“, fasst Woelki zusammen. Viele der Lehrgangsbesucherinnen dürften neben interessanten Eindrücken und neuen Erkenntnissen auch „einige Aha-Effekte mitgenommen haben“.

Rainer Kersten hat viele Jahre in einem Ashram, einem klosterähnlichen Meditationszentrum, in Südostasien gelebt. Zuvor war der ehemalige Polizeibeamte und Personenschützer als Mitglied der Antiterroreinheit GSG9 weltweit in Krisengebieten im Einsatz. Nach einem schweren Verkehrsunfall änderte er sein Leben von Grund auf und wandte sich der spirituellen Lehre zu. 2017 legte er seinen bürgerlichen Namen ab und nennt sich seitdem Yogi Vidyananda. Der Name bedeutet „Glückseligkeit durch wahres Wissen“. Der Yogi lebt und lehrt in seinem Meditationszentrum nahe Oldenburg.

Die nächsten Fortbildungsangebote im Fachbereich Gesundheitssport sind bereits terminiert: Am 3. September heißt das Thema „Resilienz im Gesundheitssport“ und am 5. November „Neuroathletik“. Für nähere Auskünfte oder auch weitere Themenwünsche steht den Übungsleitungen im Turnkreis Verden der Kreisfachwart Tobias Woelki zur Verfügung – telefonisch unter 0171/2702688 sowie per E-Mail an reha-sport1@gmx.de.

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