Vollbesetzter Rathaussaal bei Infoabend zur Gründung eines Fördervereins

Bürger brennen fürs Bad

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Referenten und Gastgeber: (v.li.) Peter Glötzel, Harald Wolf, Kay Schulze, Helge Dannat und Horst Hofmann.

Ottersberg - Die Resonanz war überwältigend: Weit mehr als 100 Bürger/innen folgten am Montag der Einladung zu einem Informationsabend zur angestrebten Gründung eines Fördervereins für das Otterbad. Selten war im vollbesetzten Rathaussaal eine so positive Stimmung zu spüren und so viel Willen, etwas für Ottersberg zu bewegen. Gastgeber des Abends waren E-Werksleiter Helge Dannat und Badbetriebsleiter Kay Schulze.

Sie wollen eine breite Bürgerunterstützung für das in Trägerschaft des gemeindeeigenen E-Werks befindliche Ottersberger Hallenbad initiieren, um die von der klammen Gemeinde zu zahlenden Verluste des Badbetriebs zu minimieren und so das Otterbad dauerhaft zu erhalten. Das vor der immer wieder diskutierten Frage, ob sich Ottersberg das Bad noch leisten kann.

Mit engagierten Impulsvorträgen beeindruckten am Montagabend Peter Glötzel, Vorsitzender des Schwimmbadfördervereins Worpswede, und Harald Wolf, Leiter des Vereins zur Förderung des Leistungssports am SZ Ronzelenstraße in Bremen. „1996 stand das Worpsweder Bad vor der Schließung. Doch die Bürger wollten das Bad, weil es auch für den Schulsport wichtig war“, schilderte Glötzel. Also „gründeten wir den Förderverein und intensivierten den Kontakt zu den Schulen. Denn wenn die Kinder begeistert werden, ziehen sie die Familien mit ins Bad“. Glötzel berichtete: „Wir als Förderverein begleiten das Bad, werben Spenden ein, bieten Bandenwerbung an, initiieren werbewirksam viele Aktionen. So zahlen wir für Kinder den ersten oder auch den zweiten Schwimmkurs. Auch schieben wir Projekte rund um das Bad an.“ So entwickelte sich der Förderverein zur „Marketingabteilung“ des Worpsweder Bads. Glötzel betonte: „Man muss immer die nächste Generation für das Bad begeistern. Dann wird ein Bad auch angenommen.“

Harald Wolf ergänzte: „Ein Förderverein ist unabhängig von der Politik und kann viel besser Aktionen kommunizieren. Er ist notwendig, um Politik zu flankieren.“ Wolf riet den Zuhörern: „Wenn Sie für die Idee brennen, ist der Förderverein das ideale Forum.“ Und er ermunterte die Ottersberger: „Einfach machen, tun – dann passt es.“

Nach den Vorträgen, bei denen jeder spürte, dass die Vortragenden für das Thema „brannten“, erklärte Otterbadleiter Kay Schulze in Richtung Badnutzer: „Die Idee kam von euch. Ich will gerne eine Fördervereinsgründung anschieben.“ Denn klar ist, dass das Bad – wie die meisten anderen – immer ein Zuschussbetrieb bleiben wird.

Aus der Versammlung hieß es: „Wir müssen so viel positiven Druck aufbauen, dass die Politik sich keinesfalls traut, das Bad zu schließen.“ Dafür gab es Beifall. Am Ende schrieben sich viele Bürger als potenzielle finanzielle Badförderer in die ausgelegten Listen ein und bekundeten auch ihre Bereitschaft, tatkräftig in einem Förderverein mitzuwirken.

woe

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