Vera Menzen startet Chorprojekt „Hope!“ / Texte mit politischem Inhalt

Gegen Pegida – für Begegnung und Lebensfreude

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Multiinstrumentalistin und Chorgründerin Vera Menzen.

Otterstedt - Politik und lebensbejahende Musik – geht das gut zusammen? Das möchte Multiinstrumentalistin Vera Menzen mit einem neuen Chorprojekt herausfinden.Angesichts der humanitären Katastrophen, etwa in der Flüchtlingspolitik, sagte sie sich: „Es muss einen Chor geben, der sich mit politischen Themen beschäftigt.“ Dafür sucht sie noch Mitstreiter.

Vera Menzen, Musikerin, Entertainerin und Multitalent in Otterstedt, ruft seit Mai einmal im Monat sonntags um 12 Uhr zum Singen in ihr Studio. „Hope!“ heißt der neue Chor, der da entsteht.

Seit vielen Jahren betreibt die ursprünglich aus Bochum stammende Vera Menzen in Otterstedt die Musikschule „Notenhaus“, wirkt als Musikerin beim Narthauer Chor „Jesowieka“ (Jeder so wie er kann) mit und hat sich immer mal wieder durch die Gründung neuer Chorprojekte hervorgetan. 25 Jahre lang tingelte sie als „Clowness Antonja“ durch die Bundesrepublik. Aktuell arbeitet sie unter anderem mit Roma-Kindern in der Flüchtlingshilfe Otterstedt.

Die Musik von „Hope!“ lässt sich so umschreiben: Alle Lieder sind in diesem Jahr frisch komponiert. Sie fallen unter die Bezeichnung „Politische Lyrik“ und sind teilweise mehrsprachig (englisch, deutsch, französisch, mit internationalen Sprenkeln von arabisch bis serbisch). Sie orientieren sich am praktischen gesellschaftlichen Alltag und sind oft „einfach und schwungvoll“. Häufig kann dazu geklatscht und getanzt werden. „Es gibt aber auch, gemäß der schwierigen Weltlage, ernste und melancholische Texte“, so Menzen. Ob ernst oder heiter und hoffnungsvoll – die Titel sind sehr konkret: „Farbenlied“, „Zahlenlied“, „Helferlied“, „Stacheldraht“, „Totenklage“, „Ich und Du“. Kurz: Vera Menzen möchte ein Zeichen setzen „gegen Pegida und für Begegnung, Integration, Kooperation, Bereicherung und Lebensfreude.“

Wer gerne gemeinsam mit anderen singt und sich dabei gesellschaftlich aktuell engagieren möchte, ist herzlich zu folgenden Terminen eingeladen (jeweils sonntags um 12 Uhr): 28. Juni, 27. September, 22. November an der Hauptstraße 31 in Otterstedt.

Vera Menzen geht auch solistisch gern mit ihren neuen politischen Liedern auf öffentliche Veranstaltungen. Wenn aber dann ein dreistimmiger Chor dabei ist, vergrößert sich das Klangvolumen enorm.

„Und wenn dann noch alle Leute den Refrain mitsingen, weil er einfach und ein Ohrwurm ist, dann können alle in den Tönen schwelgen. Dann kann Musik eine Heimat sein“, betont die lebenslustige 69-Jährige. Musik sei international, überspringe Sprachgrenzen und bringe Menschen aktiv zusammen.

Zum ersten Mal öffentlich zu hören ist diese neue Musik auf Vera Menzens Sommerfest im Garten der Hauptstraße 31 in Otterstedt am Sonnabend, 18. Juli, ab 18 Uhr. Bei Fragen ist Vera Menzen unter der Rufnummer 04205/7915754 erreichbar.

ldu

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