Westhoff-Bild im Blickpunkt der Ausstellungsführung

Überschwemmte Wiesen

Helmuth Westhoff malte die „Sommerliche Überschwemmung“ um 1920.
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Helmuth Westhoff malte die „Sommerliche Überschwemmung“ um 1920.

Fischerhude – Durch die große Sommer-/Herbstausstellung „Die jungen Wilden – Fischerhude 1911“ führt Wolf-Dietmar Stock wieder am kommenden Sonntag, 2. August, beim Fischerhuder Kunstverein in Buthmanns Hof.

Beginn der Führung ist um 15 Uhr. Dieses Mal rückt der Kunstvereinsvorsitzende dabei das Bild „Sommerliche Überschwemmung“ von Helmuth Westhoff in den Blickpunkt der Museumsbesucher. Es gehört zu Westhoffs zahlreichen ab 1911 in Fischerhude entstandenen Bildern, die das Wümmedorf in frischen, vor der Natur gemalten Ölskizzen festhielten.

Helmuth Westhoff, 1891 in Bremen geboren und 1977 in Fischerhude gestorben, gehörte zu jenen „Jungen Wilden“, die sich ab 1911 im Künstlerdorf an der Wümme zusammenfanden, um expressionistische Wege in der Kunst zu beschreiten. Den Kern der Gruppe bildeten die jungen Maler Rudolf Franz Hartogh, August Haake und Wilhelm Heinrich Rohmeyer. Auch sie sind mit zahlreichen Gemälden in der aktuellen Ausstellung beim Kunstverein vertreten.

Helmuth Westhoff, Bruder der berühmten Bildhauerin Clara Rilke-Westhoff, hatte bereits als 15-Jähriger die Gemälde Paula Modersohn-Beckers in ihrem Worpsweder Atelier kennengelernt. Er verehrte die Malerin sehr und begann, in ihrem Stil Stillleben in pastosen Strichen zu malen. 1908/1909 nahm Helmuth Westhoff dann in Fischerhude Korrekturunterricht bei Otto Modersohn. 1911 schloss er sich den „Jungen Wilden“ an, bevor er später auf Modersohns Empfehlung an die Berliner Akademie ging und Schüler von Lovis Corinth wurde. In späteren Jahren kehrte Westhoff nach Fischerhude zurück, wo er bis zu seinem Tod lebte und künstlerisch arbeitete.

Die Ausstellung „Die jungen Wilden – Fischerhude 1911“ zeigt der Kunstverein bis zum 1. November im Fischerhuder Buthmanns Hof (Im Krummen Ort 2) zu folgenden Öffnungszeiten: mittwochs bis samstags von 14.30 bis 17.30 Uhr und sonntags von 11.30 bis 17.30 Uhr. Parallel stellt Karin König (Worpswede/Lilienthal) im Giebel für zeitgenössische Kunst bis Ende August ihre Malerei unter dem Motto „Ein Bild ist ein Souverän“ aus. Im Museum besteht Mundschutzpflicht.

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