Ubuntu macht Station in Ottersberg / Freitag die letzten beiden Vorstellungen

Zauberhafte Zirkuswelt

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Der Zirkus Ubuntu, der heute zum letzten Mal in diesem Jahr in Ottersberg spielt, hält viele Überraschungen bereit – wie königliche Herolde auf Einrädern.

Ottersberg - „Begegnung in Chanwandu“ heißt das diesjährige Stück, mit dem „Ubuntu – Zirkus der leisen Töne“ in diesem Sommer durch Norddeutschland tourt. Wie immer ist das Finale Ottersberg vorbehalten und nach erfolgreichen ersten Vorstellungen mit zahlreichen Zuschauern auf der Festwiese am Mühlenweg stehen am heutigen Freitag noch zwei Darbietungen auf dem Programm.

Die letzten beiden Vorstellungen für dieses Jahr beginnen heute um 14.30 Uhr und um 19 Uhr. In der Pause können Gäste das Zirkus-Flair auf dem liebevoll ausgestalteten Gelände genießen. Inmitten der Wagenburg mit den romantischen Wagen, den alten Traktoren und dem Zelt kann man es sich bequem machen und frisches Popcorn und kalte Getränke genießen.

Wer schon immer mal in die zauberhafte Welt von Prinzen und Prinzessinnen eintauchen wollte, erlebt bei der „Begegnung in Chanwandu“ eine Welt voll höfischem Prunk mit herrlichen Kostümen, die für alle Akteure maßgeschneidert wurden und alle Szenen authentisch wirken lassen. In zweieinhalb Stunden wird eine phantastische Geschichte erzählt, die wie ein mittelalterliches Gesamtkunstwerk aus Artistik, Schauspiel, Live-Musik, Lichteffekten und Kostümen inszeniert ist.

Die höfischen Gaukler: geschickte Könner mit dem Diabolo.

Der reiche, aber sehr eigenwillige Prinz von Chanwandu soll heiraten. Seine Mutter, die Königin des Landes, ist verwitwet und sucht für ihren Sohn eine Braut. Natürlich kommen nur adlige Damen in Frage und viele machen sich bereits Hoffnungen, mit ihm zusammen den Thron zu besteigen. Das arme Waisenmädchen Leilani natürlich nicht – sie arbeitet als Magd, schlägt sich so durchs Leben und muss sich von ihrer Herrschaft ungerecht behandeln lassen. Erst als sie eine Anstellung im Garten des königlichen Schlosses bekommt, geht es ihr besser, denn sie hat ein Händchen für Blumen. Szenische Darstellungen voller Dynamik bringen Tempo in das Stück. Die Herolde der Königin etwa reiten nicht auf Pferden – sie balancieren geschickt auf Einrädern.

Der junge Prinz, der aus den höfischen Konventionen ausbrechen will, mag sich nicht damit zufrieden geben, dass ihm eine Braut auf dem Silbertablett serviert wird. Er sucht „die Richtige“, und da ist es ihm egal, ob sie adlig ist oder nicht. Ähnlichkeiten mit derzeitigen Königshäusern in Europa sind dabei rein zufällig. Die Königin zeigt sich notgedrungen weltoffen und lässt auch nichtadlige Bewerberinnen zu. Hinter ihrem Rücken entwickelt sich bereits eine zarte Liebesgeschichte – denn der Prinz und Leilani sind sich im Park begegnet...

Kunstvolle Schwerttänze der königlichen Garde, witzige Gaukler, Seiltänzer und Bodenturner zeigen in der Szenerie ihr Können. Sie beschwören Bilder von Pracht und Prunk herauf und beeindrucken mit tänzerischem Können und akrobatischer Eleganz. Auf Nebenschauplätzen werden Invasionen von Insekten dargestellt, königliche Elefanten bevölkern die Manege und allein die Lichteffekte sind einen Applaus wert.

Wie immer gibt das Ubuntu-Stück auch Anregungen zum Nachdenken. Beide Hauptdarsteller stehen an der Schwelle des Erwachsenwerdens. Sie hinterfragen Konventionen und die Entscheidungshoheit von Eltern und Gesellschaft – und sie machen sich auf ihren ganz eigenen Weg, um ihren Platz im Leben zu finden.

kr

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