Nur Teilbaugenehmigung für 2,3-Mio.-Objekt

Turnhalle: Baustart verzögert sich

Die Standortfläche der neuen Sporthalle am Otterbad. - Foto: woe

Ottersberg - Der Baustart der 2,3 Mio. Euro teuren neuen Sporthalle hinter Otterbad und Tennishalle am Ottersberger Fährwisch verzögert sich. „Eigentlich wollten wir mit dem Bau am 26. April beginnen. Aber wir sind noch nicht gestartet. Wir liegen zwei Monate hinter dem Zeitplan“, berichtete Heiko Szczesny, Gebäudemanager des Fleckens Ottersberg und zuständig für den Sporthallenneubau, am Mittwochabend im Rathaussaal den Politikern und Zuhörern in der Sitzung des Ratsfachausschusses für Bau-, Planung und Gebäudemanagement.

„Die Maßnahme verzögert sich, weil wir vom Landkreis keine Baugenehmigung wie erwartet bekamen. Inzwischen liegt aber eine Teilbaugenehmigung vor“, schilderte Bauamtsleiter Ralf Schack. Die Gemeinde hat bereits Aufträge vergeben, aber die Firmen durften noch nicht anfangen. „Wir haben die Aufträge von 97,5 Prozent der Baukosten vergeben“, berichtete Szczesny. Dazu gehören die Gründung, der Rohbau, Fenster und Türen. Weitere Auftragsvergaben wie für den Innenausbau folgen. Um Kosten zu sparen, „verzichten wir auf den Bau einer Bootsgarage und auf Dachüberstände“, so Szczesny und schob nach: „Mir geht es um eine langlebige, kostengünstige Lösung. So erhält die neue Halle auf 1400 Quadratmetern eine Holzfassade aus Douglasie, die lange hält, die aber auch mit den Jahren verwittert.“

In einem offenen Dialog des Ausschusses mit den Anwesenden wetterte Zuhörer Horst Böhlcke: „So eine Bretterbude passt doch gar nicht zum Schwimmbad. Das ist eine Todsünde!“ Heiko Szczesny hielt dagegen: „Die Schwimmbadfassade ist 40 Jahre alt. Die Geschmäcker sind eben verschieden.“ Holger Wieters-Froehlich (FGBO) sprang ihm bei: „Die Holzfassade ist keine Todsünde. Ich kann mit einer Holzfassade gut leben.“

Szczesny sagte weiter: „Zusätzlich bauen wir noch die Graft zur Wümme, die zugleich die Behörden als eine Ausgleichsmaßnahme für das Eingreifen in den Überschwemmungsraum ansehen.“ Die Halle steht hier auf 60 Pfählen.

Immer wieder erneuerte Horst Böhlcke an dem Abend seine Kritik an den Baukosten: „Das mit 2,3 Millionen passt nie“, behauptete er lautstark. Seine ständigen Behauptungen nervten den Gebäudemanager: „Ich weiß nicht, Herr Böhlcke, was Sie bezwecken. Das geht mir richtig auf den Senkel.“ J woe

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Entenrennen in Rotenburg

Entenrennen in Rotenburg

Schulz schließt große Koalition aus

Schulz schließt große Koalition aus

AfD feiert - SPD am Boden: Die Bilder zum Wahlabend

AfD feiert - SPD am Boden: Die Bilder zum Wahlabend

Erntefest in Martfeld

Erntefest in Martfeld

Meistgelesene Artikel

Lutz Spendig mit „KletterLetter“ in „Die Höhle der Löwen“

Lutz Spendig mit „KletterLetter“ in „Die Höhle der Löwen“

Thänhuser Markt verlief insgesamt friedlich

Thänhuser Markt verlief insgesamt friedlich

Thänhuser Markt: Drei Tage Ausnahmezustand

Thänhuser Markt: Drei Tage Ausnahmezustand

Die Rente mit 70... will keiner der Bewerber

Die Rente mit 70... will keiner der Bewerber

Kommentare