Interessierte können sich bewerben

Zwei Küken suchen Storchenpaten

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Gerettet: Die Jungstörche, die jüngsten einer Sechser-Brut, bekamen von ihren Eltern nicht genügend zu fressen. Sie wurden daher dem Horst entnommen.

Storchenmutter Petra Müller kümmert sich um zwei Küken. Namen haben die zwei noch nicht, denn darum sorgen sich die neuen Paten. Um dieses Amt können sich Interessierte nun bewerben. 

Landkreis/Fischerhude – Von Katrin Preuß. Ganz eng aneinander gekuschelt, liegen die beiden Jungstörche auf einer Decke in der Storchenstation in Verden. Eine Rotlichtlampe sorgt dafür, dass die Küken nicht auskühlen. Denn mit einem wärmenden Gefieder ist es bei dem Duo noch nicht weit her.

Storchenmutter Petra Müller päppelt die Kleinen liebevoll auf. Namen haben die beiden noch nicht. Das ist Aufgabe der Paten, die sich jetzt um dieses Amt bewerben können. Einfach heute bis Mitternacht eine E-Mail schicken an Gewinnspiel-verden@kreiszeitung.de.

Jungtiere kommen aus Fischerhuder Horst

Die Jungstörche stammen aus einem Horst in Fischerhude. Sie sind die kleinsten eines Sechser-Geleges. „Das ist schon richtig viel“, kommentiert Silke Brünn, Geschäftsführerin des Fördervereins zum Schutze des Weißstorches im Landkreis Verden, die große Zahl der Eier. „Drei können die Eltern gut schaffen“, sagt sie. „Vier sind schon eine Aufgabe. Und sechs sind fast unmöglich.“

Die Information, dass es zweien aus dem üppigen Nachwuchs nicht gut geht, erhielt der örtliche Storchenbetreuer Frank Erdtmann von den Storchenfreunden am Dobben. Die Fischerhuder, quasi Nachbarn der Familie Adebar, statteten den Horst bereits vor ein paar Jahren mit einer Kamera aus. Nun beobachteten sie, dass die Storcheneltern die Kleinsten vernachlässigten. Sie wurden dem Nest entnommen, bevor ihre Eltern sie rausschmeißen konnten, und landeten so in Verden-Eitze.

Verein zählt 84 besetzte Horste

Störche legten ihre Eier nicht auf einmal, sondern über mehrere Tage, erklärt Silke Brünn. So hätten die Jüngsten aus einem Gelege oft das Nachsehen. „Sie kriegen dann nicht mehr die Nahrung, die sie brauchen.“ Und wer erst einmal Schwäche zeigt, um den kümmern sich die sonst sehr fürsorglichen Storcheneltern dann nicht mehr.

Insgesamt betrachtet, sei es bislang ein gutes Jahr für die Störche im Landkreis Verden. Im vergangenen Jahr zählte der Verein 84 besetzte Horste, aus 69 flogen dann auch Jungstörche aus. „Wir stellen eine steigende Tendenz fest“, kann Brünn schon mal für die aktuelle Saison verkünden.

Gemeinschaftsaktion: Vergabe von Patenschaften an Jungstörche

„Ich hoffe, dass nicht die große Trockenheit ausbricht“, erinnert die Geschäftsführerin an den Sommer 2018. „Wer da im vergangenen Jahr zu spät dran war, der kam dann schon in Nöte“, weiß sie um die Probleme, die Störche mit der Versorgung ihres Nachwuchses bekamen. Die Vergabe von Patenschaften für Jungstörche ist eine Gemeinschaftsaktion des Fördervereins zum Schutze des Weißstorches im Landkreis Verden und der Mediengruppe Kreiszeitung mit dem Achimer Kreisblatt und der Verdener Aller-Zeitung. Wer sich für eine Patenschaft bewerben möchte, muss zunächst nur eine E-Mail an gewinnspiel-verden@kreiszeitung.de schicken. Die Paten werden dann ausgelost und informiert. Verbunden ist das Amt mit einer Zahlung von 50 Euro zur Finanzierung von Futter und Medikamenten für den Storch. Dafür erhalten die Paten eine Urkunde und dürfen den Namen des Tieres bestimmen. Sind sie groß, werden die Störche beringt und in die Freiheit entlassen. Sollten sie dann aber wieder irgendwo über ihren Ring registriert werden, erhalten auch die Paten entsprechende Informationen über den Verbleib „ihres“ Storchs.

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